Olympia 2026 - Biathlon: Selina Grotian hadert mit Olympia-Elebnis - DSV-Youngster zieht ernüchterndes Fazit
VonCorinna Horn
Publiziert 17/02/2026 um 21:08 GMT+1 Uhr
Für Selina Grotian sind die ersten Olympischen Spiele ihrer Karriere vorbei – und die junge Biathletin macht keinen Hehl daraus, dass sie sich mehr erhofft hatte. In einem emotionalen Instagram-Post bezeichnete sie die Spiele in Mailand und Cortina als "enttäuschend - sportlich wie persönlich". Mit großen Zielen war die Mittenwalderin in das olympische Turnier in Antholz gestartet.
Highlights: Preuß schuppert - Norwegerin jubelt
Quelle: Eurosport
"Meine ersten Olympischen Spiele sind vorbei – und ehrlich gesagt waren sie für mich sportlich wie persönlich enttäuschend", beginnt Grotian ihren Instagram-Post.
Die 21-Jährige, die nach einer Corona-Infektion zuletzt wieder ansteigende Form gezeigt hatte, war mit großen Erwartungen in die Wettbewerbe gegangen. Im Einzelrennen, das sie selbst als ihr "am wenigsten liegendes Format" bezeichnet, startete sie ordentlich – bis drei Schießfehler und nachlassendes Tempo sie weit zurückwarfen. Am Ende blieb Rang 55.
Die Nichtnominierung für den Sprint habe sie nachvollziehen können: "Nach dem Einzel war es verständlich, dass ich nicht für den Sprint nominiert wurde", so Grotian. Dabei liegt ihr diese Disziplin "normalerweise viel besser".
Kurzfristig erhielt die Biathletin dann doch noch eine weitere Chance, nachdem Janina Hettich-Walz wegen Magenproblemen ausgefallen war.
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Selina Grotian beim Anschießen in Antholz.
Fotocredit: Getty Images
Grotian hadert mit Sprint und Verfolgung
"Als ich überraschenderweise noch einmal starten durfte, konnte ich die Gelegenheit nicht nutzen. Zwei sehr knappe Fehlschüsse gleich zu Beginn, ein weiterer im Stehen – und in der letzten Runde hatte ich nichts mehr zuzusetzen", schrieb Grotian. Am Ende kam sie nicht über Platz 52 hinaus.
Auch in der Verfolgung wollte die Deutsche noch einmal angreifen – doch "nichts habe wirklich zusammengepasst", schrieb sie. Am Ende wurde Grotian 41.
Nun sucht die junge Biathletin nach Erklärungen für ihre durchwachsenen Auftritte.
Möglicherweise habe ihr Körper nach der COVID-Erkrankung stärker auf die Höhenlage reagiert, als erwartet. "Normalerweise komme ich mit Höhe gut zurecht", so Grotian. Auch am Schießstand sei diesmal "wenig so gelaufen wie gewohnt".
Olympia-Flair erreicht Grotian "nicht wirklich"
Neben der sportlichen Enttäuschung zeigte sich Grotian auch vom Flair der Spiele etwas ernüchtert.
Sie habe gewusst, dass diese Spiele "wegen der Entfernung und der Einschränkungen auf eine andere Art besonders sein würden" – doch "der Zauber der Ringe, das Zusammenkommen der Athleten, der olympische Geist … das hat mich nie wirklich erreicht", schrieb Grotian. Stattdessen habe sich alles "eher wie eine sehr lange Weltmeisterschaft mit mehr Medienaufmerksamkeit" angefühlt.
Trotz allem blickt sie nach vorn: "Nicht die Erfahrung, von der ich geträumt habe – aber trotzdem ein Teil der Reise. Ich werde daraus lernen und stärker zurückkommen."
Am Mittwoch steht zum Abschluss die Staffel der Frauen auf dem Programm – ohne Selina Grotian. Für den Deutschen Skiverband gehen Julia Tannheimer, Franziska Preuß, Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt an den Start.
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