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Östersund: DSV-Herren bei Staffel-Auftakt trotz Ausfällen auf Podium - Norwegen gewinnt vor Frankreich
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Publiziert 30/11/2023 um 16:44 GMT+1 Uhr
Die deutschen Biathleten haben beim Weltcup in Östersund am Donnerstag ihre Podestserie auch in der Männerstaffel fortgesetzt. David Zobel, Philipp Nawrath, Benedikt Doll und Johannes Kühn kamen nach 16 Nachladern und einer Strafrunde auf Rang drei: Zum ersten Sieg seit März 2021 fehlten nach 4x7,5 Kilometern 50,5 Sekunden auf Norwegen, Frankreich auf Rang zwei lag 20,6 Sekunden vor dem DSV-Team.
DSV-Herren trotzen Ausfällen und Fahrkarten-Festival
Quelle: Eurosport
Beeindruckende Podestserie ausgebaut, der Eiseskälte tollkühn getrotzt: Die deutschen Biathleten haben ihren beeindruckenden Erfolgslauf trotz prominenter Ausfälle auch in der Männerstaffel fortgesetzt.
David Zobel, Philipp Nawrath, Benedikt Doll und Johannes Kühn eroberten in Östersund über 4x7,5 Kilometer dank einer prächtigen Laufleistung Rang drei. Auch ohne die überraschenden Helden des Auftakteinzels wies das DSV-Team seine beeindruckende Frühform nach.
Im vierten Rennen in Serie kletterten Skijäger des Deutschen Skiverbandes aufs Stockerl, die Männerstaffel kam gar im sechsten Weltcuprennen nacheinander unter die Top drei. "Für eine B-Mannschaft haben wir uns ganz gut verkauft", frotzelte Kühn. Es sei "schön den dritten Platz zu erreichen", ergänzte Doll im "ZDF": "Es war am Schießstand alles andere als eine Glanzleistung, aber das konnten wir läuferisch kompensieren."
Nach 16 Nachladern und einer Strafrunde fehlten satte 50,5 Sekunden auf die wieder einmal siegreichen Norweger (0 Strafrunden+7 Nachlader). Die Hiobsbotschaft hatte das deutsche Team rund dreieinhalb Stunden vor Start des Rennens erreicht, ausgerechnet das formstärkste Duo musste passen. Sowohl Auftaktsieger Roman Rees als auch der direkt dahinter gelandete Justus Strelow bekamen von Mannschaftsarzt Jan Wüstenfeld "wegen Infektionssymptomen" ein Startverbot. Zobel und Kühn sprangen kurzfristig ein.
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Vetle Sjastad Christiansen jubelt über den Sieg
Fotocredit: Imago
DSV-Team mit gutem Material
Zobel legte mit drei Nachladern einen Fehlstart hin, musste gleich nach dem ersten Schießen als 16. dem Feld hinterherlaufen. Bei seiner Aufholjagd unterlief ihm stehend ein weiterer Fehler, schließlich kam er dank der besten Laufzeit auf Rang sechs mit 16 Sekunden Rückstand zum ersten Wechsel. "Das Liegendschießen war gar nix", haderte der 27-Jährige: "Laufen war wirklich gut, der Ski war überragend."
Das zeigte sich bei Minusgraden im zweistelligen Bereich auch bei Nawrath, der auf der Strecke gleich das Tempo bestimmte. Bei beiden Einlagen leistete er sich nur einen Nachlader, stürmte im Gleichtakt mit Norwegens Tarjei Bö nach vorne. Auf der Schlussrunde übernahm das Duo die Führung, baute den Vorsprung auf die nächsten Verfolger auf über 15 Sekunden aus.
Doll musste dann gemeinsam mit Dominator Johannes Thingnes Bö auf die Strecke, hing sich erst in dessen Windschatten - und übernahm dann sogar selbstbewusst Führungsarbeit.
Nach zwei Nachladern liegend musste er eine Lücke reißen lassen, stehend brauchte er dann gar alle drei zusätzlichen Patronen.
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Schnellfeuer in Östersund: Bö zaubert in Herren-Staffel
Quelle: Eurosport
Zu viele Fehler am Schießstand
Kühn ging als Schlussläufer 38 Sekunden hinter Norwegen und neun Sekunden vor Frankreich ins Rennen. Nach vorne verlor er schnell weitere Zeit, verteidigte aber trotz zweier Nachlader liegend zunächst sein Polster auf Rang drei. Stehend leistete sich der Bayer allerdings eine Strafrunde, musste Frankreich (0+11) ziehen lassen. So fehlten 30 Sekunden auf Platz zwei. "Schlussläufer ist nicht meine Paradedisziplin", räumte Kühn ein.
"Es ist wieder ein super gutes Ergebnis", sagte "ZDF"-Expertin Laura Dahlmeier: "Nur im Schießen ist noch Luft nach oben." Dafür bleibt die Hoffnung auf die Rückkehrer. Wahrscheinlich kann Rees sein Gelbes Trikot im Sprint am Samstag (14.45 Uhr) verteidigen. Sein Start sei "voraussichtlich nicht" in Gefahr, so Wüstenfeld, "wir sind guter Hoffnung".
Wahrscheinlich kann Rees sein Gelbes Trikot im Sprint am Samstag (14:45 Uhr) verteidigen, auch bezüglich einer Rückkehr von Strelow sieht es gut aus. Tags zuvor gehen bereits die Frauen in ihr erstes Sprintrennen der Saison (14:45 Uhr), ehe am Sonntag zum Abschluss des Weltcups in Schweden noch die beiden Verfolgungen anstehen (14:00 und 16:00 Uhr live bei Eurosport und auf ).
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(SID)
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Drama beim letzten Schießen - DSV-Damen auch in der Staffel top
Quelle: Eurosport
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