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Mit Video | Gold im Sprint: Peiffer macht es Dahlmeier nach

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Olympia 2018: Arnd Peiffer holt Gold im Biathlon-Sprint

Fotocredit: Eurosport

VonSID
11/02/2018 Am 12:53 | Update 11/02/2018 Am 15:12

Traum-Auftakt für die deutschen Biathleten: Arnd Peiffer wiederholt Laura Dahlmeiers Kunststück und gewinnt den Sprint der Männer. Nach zehn Kilometern ohne Schießfehler lag der 30-Jährige um 4,4 Sekunden vor dem überraschenden Zweiten aus Tschechien, Michal Krcmar. Bronze holte sich - mit einem Schießfehler - der Italiener Dominik Windisch. Doppel-Olympiasieger Martin Fourcade ging leer aus.

Ein kaltschnäuziger Arnd Peiffer hat die Schwächen der Biathlon-Giganten eiskalt ausgenutzt und ist einen Tag nach Laura Dahlmeier sensationell zum Olympiasieg gestürmt. Der Staffel-Zweite von Sotschi 2014 blieb im Sprint der Männer im Gegensatz zu den Dominatoren Martin Fourcade (Frankreich) und Johannes Thingnes Bö (Norwegen) fehlerfrei und holte am zweiten Tag bereits die dritte deutsche Goldmedaille bei den Winterspielen in Pyeongchang.

Der ehemalige Sprint-Weltmeister Peiffer hatte nach zehn Kilometern 4,4 Sekunden Vorsprung auf den Überraschungszweiten Michal Krcmar aus Tschechien, der sich ebenfalls keinen Schießfehler erlaubte. Dritter wurde der Italiener Dominik Windisch (1 Schießfehler/+7,7 Sekunden). "Dieser Sieg", sagte Teamplayer Peiffer, "ist für alle, mit denen ich seit Jahren arbeite. Dass am Ende alle dabei waren, fand ich außergewöhnlich und sehr bewegend." An die Verfolgung wollte er im Anschluss an das Rennen noch nicht denken:

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Das schöne Bierchen lasse ich mir und meinen Kollegen jetzt auch nicht nehmen. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen

Peiffer reckte nach seiner Zielankunft den Arm in die Höhe, dann ließ er sich vollkommen ausgepumpt in den Schnee fallen. Auf der Anzeigentafel leuchtete die "1" auf, dann begann für den 30-Jährigen aus Clausthal-Zellerfeld bei eisigen Temperaturen im Alpensia Biathlon Centre das lange Warten. Doch keiner der nach ihm gestarteten Athleten erreichte seine Zeit. Die deutschen Trainer feierten schon vor Ende des Rennens, während ihr Schützling noch verhalten beide Daumen in die Höhe reckte. Große Anerkennung gab es vom Teamkollegen Benedikt Doll:

Das war der Wahnsinn, was der Arnd da gezeigt hat

Peiffer geht damit auch mit der besten Ausgangsposition in das Verfolgungsrennen über 12,5 km am Montag (21.00 Uhr OZ/13.00 MEZ live im Eurosport Player). Auch die weiteren DSV-Athleten schielen dann auf die Medaillen.

Sprint-Weltmeister Doll (Breitnau/1 Fehler) verfehlte Bronze als Sechster nur um zehn Sekunden und haderte im Anschluss in der ARD: "Ich ärgere mich sehr, dass ich den letzten Schuss weggehauen habe. Ich wollte nicht so richtig in den Schießrhythmus kommen, obwohl die Bedingungen gut waren. Ich hatte eigentlich alles gut unter Kontrolle. Ich hätte ihn gut treffen können, darum ärgert es mich auch ein bisschen."

Starkes deutsches Mannschaftsergebnis

Der viermalige Weltmeister Simon Schempp (Uhingen/1/+21,4) als Siebter und Erik Lesser (Frankenhain/1/+31,9) auf Rang elf rundeten das starke Mannschaftsergebnis ab. "Wir können mit der Mannschaftsleistung zufrieden sein. Das ist eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung", sagte Schempp, während der von einer Rippenprellung beeinflusste Lesser scherzhaft anfügte:

Ich habe das Zimmerduell gegen Arnd verloren. Das wurmt mich total.

Martin Fourcade und Johannes Thingnes Bö, die in dieser Saison 14 der 15 Weltcuprennen gewonnen hatten, vergaben ihre Medaillenchancen schon beim Liegendschießen: Die Top-Favoriten zeigten bei Nerven und mussten gleich dreimal in die Strafrunde. Im Stehendanschlag ließ Bö eine weitere Scheibe stehen, Fourcade blieb immerhin fehlerfrei und wurde Achter.

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