Ruhpolding: Vetle Sjastad Christiansen hat nach seinem Sieg im Sprint im Streit mit dem norwegischen Verband nachgelegt

Vetle Sjastad Christiansen hat den Sprint in Ruhpolding vor dem Italiener Tommaso Giacomel und seinem Landsmann Tarjei Bö gewonnen. Eine Genugtuung für den 31-Jährigen, der trotz starker Leistungen im Weltcup von den norwegischen Trainern aus dem A-Kader gestrichen wurde. Nach seinem Erfolg über die zehn Kilometer freute er sich beinahe süffisant gegenüber den Verantwortlichen: "Rache ist süß".

Vetle Sjaastad Christiansen feiert seinen Sprint-Sieg in Ruhpolding.

Fotocredit: Eurosport

"Ich weiß nicht genau, wie ich das beschreiben soll", sagte Christiansen im Interview mit dem "ZDF" nach dem Rennen.
"Was es wohl am besten beschreibt: Rache ist süß. Ich war scheinbar letzte Woche in Oberhof nicht gut genug, aber bin nun gut genug, um hier einen Weltcup später zu gewinnen", führte der Norweger weiter aus und fragte süffisant: "Ist das nicht verrückt?"
Christiansen war vor dem Weltcup in Oberhof aus dem Kader des norwegischen Teams gestrichen und durch das junge Talent Johan-Olav Botn ersetzt worden.
Dabei hatte der Staffel-Olympiasieger zuvor vier Top-10-Platzierungen und einen dritten Rang in der Verfolgung von Östersund einfahren können. Im Gesamt-Weltcup ist er hinter seinen Teamkollegen allerdings nur sechstbester Norweger.

Christiansen schießt gegen norwegischen Verband

Eine Entscheidung, die Christiansen partout nicht nachvollziehen konnte. Im Interview mit dem norwegischen Sender "NRK" vor dem Weltcup in Ruhpolding ließ er deshalb seinem Frust freien Lauf.
"Ich wollte keine Zeit mit inkompetenten Entscheidungen verschwenden. Mit inkompetent meine ich, dass der Verband in gewissem Maße einen der wichtigsten Grundsätze ignoriert hat: Es gibt Beispielfälle."
Talent Botn konnte seine Chance als Ersatzmann für Christiansen übrigens nicht nutzen. In Oberhof wurde er trotz der besten Laufzeit im Sprint mit vier Schießfehlern 26., in der Verfolgung verbesserte er sich nur leicht auf Rang 24.
Ganz anders Christiansen, der sich mit seinem Sprint-Erfolg in Ruhpolding eindrucksvoll zurückmeldete - und dies dem norwegischen Verband nur allzu gerne unter die Nase rieb.
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Quelle: Eurosport

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