Maren Kirkeeide entschuldigt sich bei Lisa Vittozzi für hartes Überholmanöver: "Habe meinen Kopf etwas verloren"

Die Frauen-Staffel beim Weltcup in Ruhpolding hat ein dramatisches Finale erlebt. Im Ziel sprintete Norwegen nach einem intensiven Vierkampf zum Sieg, doch im Nachgang sorgte vor allem die entscheidende Szene auf der Zielgeraden für Gesprächsstoff. Schlussläuferin Maren Kirkeeide entschuldigte sich für ein hartes Überholmanöver. "Das bereue ich wirklich", betonte die Norwegerin.

Unglaubliche Schlussrunde: Kirkeeide sprintet Italien noch ab

Quelle: Eurosport

Kirkeeide führte im "NRK"-Interview weiter aus: "Ich hatte das Gefühl, dass ich vorne war und viel Platz vor mir hatte. Ich hätte aber wahrscheinlich die andere Spur nehmen müssen. Ich weiß nicht, wie ich da gelandet bin. Es ist einfach passiert."
Italiens Lisa Vittozzi, Frankreichs Julia Simon, Schwedens Hanna Öberg und Norwegens Maren Kirkeeide gingen nahezu gleichzeitig auf die Schlussrunde. Kirkeeide hatte zunächst die schlechteste Ausgangsposition und musste rund zehn Sekunden aufholen, kämpfte sich jedoch eindrucksvoll zurück.
Auf der Zielgeraden zog die 22-Jährige schließlich mit einem energischen Spurwechsel an Vittozzi vorbei – ein regelkonformer, aber sehr enger Move, der für überraschte Reaktionen sorgte.
Die Norwegerin hielt fest, dass sie den Sieg lieber ohne diese Szene eingefahren hätte: "Es gefällt mir nicht. Ich hatte das Gefühl, dass ich auch so gewonnen hätte."

Kirkeeide gibt zu: "Habe meinen Kopf etwas verloren"

Kirkeeide ergänzte: "Ich will lieber einen fairen Kampf als einen, der dadurch entschieden wird, in welcher Spur man läuft. Ich weiß nicht, was da war. Ich hab das Gefühl, dass ich meinen Kopf etwas verloren habe."
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Maren Kirkeeide bejubelt ihren Weltcup-Erfolg.

Fotocredit: Getty Images

Vittozzi, die das Manöver unmittelbar betraf, reagierte bemerkenswert souverän. Statt Kritik zu äußern, lobte sie die Leistung ihrer Konkurrentin: "Ich habe bis zum Ziel alles gegeben und sie war stärker."
Über den Spurwechsel habe sie erst später nachgedacht, erklärte die Italienerin, die zugeben musste, dass sie Kirkeeide gar nicht auf dem Zettel hatte: "Ich hatte erwartet, dass Frankreich auftauchen würde, aber stattdessen hab ich Kirkeeide gesehen. Aber ich habe gar nicht darauf geachtet, ob sie in meiner Spur war. Ich wurde erst danach darauf aufmerksam gemacht. Geschlagen hätte sie mich aber sowieso."
Für Norwegen stand am Ende der Tagessieg, für Kirkeeide der erste große Staffel-Erfolg ihrer Karriere.
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Quelle: Eurosport


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