Biathlon-Weltcup in Ruhpolding: Deutsche Frauen-Staffel verpasst Heim-Podest nach Preuß-Patzer im letzten Schießen
Die deutsche Frauen-Staffel hat beim Weltcup in Ruhpolding den nächsten Podestplatz verpasst. Vanessa Voigt, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Franziska Preuß belegten am Mittwoch nach einer Strafrunde, die Schlussläuferin Preuß im letzten Schießen im Kampf um das Podium unterlief, und acht Nachladern den sechsten Rang. Den Sieg sicherte sich in einem packenden Finish Norwegen vor Italien.
Staffel-Thriller: Ausgerechnet Preuß versagen die Nerven - Highlights
Quelle: Eurosport
Die norwegische Schlussläuferin Maren Kirkeeide fing Lisa Vittozzi, die gemeinsam mit der Französin Julia Simon als Führende nach dem letzten Schießen zurück in die Loipe gegangen war, mit einer furiosen Schlussrunde noch ab und lag am Ende mit 0,9 Sekunden vor der Italienerin. Platz drei ging mit sieben Nachladern an Schweden (+3,0 Sekunden).
"Erst dachte ich, dass ich es nicht mehr auf das Podest schaffe. Ich hatte aber so gute Ski, habe dann zu Lisa aufgeschlossen und noch einmal alles gegeben. Es ist der erste Staffelsieg für mich, darauf bin ich sehr stolz", freute sich Kirkeeide am Eurosport-Mikrofon.
Und auch das italienische Team zeigte sich trotz der knappen Niederlage im Zielfinish zufrieden.
"Wir hatten heute gute Ski, und wirklich alle im Team haben eine tolle Leistung gebracht. Es ist schön, zurück auf dem Podium zu stehen", bilanzierte Italiens Startläuferin Dorothea Wierer bei Eurosport.
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Unglaubliche Schlussrunde: Kirkeeide sprintet Italien noch ab
Quelle: Eurosport
Preuß patzt beim letzten Schießen folgenschwer
Die deutschen Biathletinnen haben beim Heim-Weltcup in Ruhpolding dagegen eine durchwachsene Staffel-Generalprobe für die Olympischen Spiele hingelegt.
Das Quartett mit Vanessa Voigt, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Franziska Preuß kam mit einer Strafrunde und acht Nachladern lediglich auf Rang sechs (+1:01,8 Minuten).
Ausgerechnet eine Strafrunde von Preuß im letzten Schießen, das zu einem packenden Sechskampf ums Podium wurde, machte alle Hoffnungen auf das dritte Podest des Winters zunichte. "Ein Tag zum Vergessen", motzte die Schlussläuferin der Staffel sichtlich bedient.
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Preuß exklusiv nach Patzer in Staffel: "War zu viel Risiko"
Quelle: Eurosport
Preuß: "Es tut mir wahnsinnig leid"
"Man ist schon sehr enttäuscht, es tut mir wahnsinnig leid. Es war so ein Druck in dem letzten Stehendschießen drin", haderte Preuß.
"Die Mädels haben am Schießstand sehr schnell geschossen und dadurch viel Druck aufgebaut. Ich wollte deshalb auch risikoreich schießen. Am Ende war es etwas zu viel Risiko – das Resultat ist leider die Strafrunde", bilanzierte sie bei Eurosport.
Dazu seien die Nachlader derzeit mehr "Gegner" als "Hilfe". Sie mache sich da gerade schon "Gedanken" und fühle sich ein Stück weit "hilflos".
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Blitzsauberes Stehendschießen: Tannheimer bringt DSV-Staffel in Front
Quelle: Eurosport
Voigt und Tannheimer starten stark
Voigt blieb auch bei ihrem dritten Staffel-Einsatz des Winters ohne Fehlschuss, übergab mit elf Sekunden Rückstand als Sechste. Tannheimer machte trotz eines Nachladers ein überragendes Rennen und schloss die Lücke nach ganz vorne.
Doch Hettich-Walz verlor durch insgesamt vier Extra-Schüsse wieder etwas den Anschluss, übergab mit einem Rückstand von 13 Sekunden. Preuß versagten dann im Sechskampf ums Podium beim letzten Schießen die Nerven.
Im Vorjahr hatte Deutschland in der Staffel von Ruhpolding in der Besetzung Stefanie Scherer, Selina Grotian, Sophia Schneider und Preuß noch einen Sieg gefeiert. Dennoch macht die über weite Strecken gezeigte Leistung in der letzten Staffel vor den Winterspielen Mut. "Wenn wir alle abliefern, sind wir Kandidaten fürs Podium", sagte Tannheimer: "Ich denke, da ist was drin.
Preuß jagt in Ruhpolding erstes Einzelpodest des Winters
Nach dem Dämpfer jagt Preuß beim vorletzten Weltcup vor Olympia nun das erste Einzelpodest des Winters. Chancen dazu gibt es im Sprint am Freitag (14:30 Uhr) sowie in der Verfolgung am Sonntag (12:30 Uhr).
Die Männer um Philipp Nawrath greifen am Donnerstag (14:30 Uhr) mit ihrer Staffel beim Heimevent erstmals ins Renngeschehen ein, darauf folgen am Samstag (14:30 Uhr) ebenfalls der Sprint sowie zum Abschluss das Jagdrennen am Sonntag (15:00 Uhr/alles live auf Eurosport und bei discovery+).
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(mit SID)
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