Franziska Preuß gedenkt verstorbener Laura Dahlmeier vor ihrem Heim-Weltcup in Ruhpolding: "Sie fehlt als Mensch"
Publiziert 14/01/2026 um 11:57 GMT+1 Uhr
Franziska Preuß hat im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" der im vergangenen Jahr bei einem Bergsteig-Unfall verstorbenen Laura Dahlmeier gedacht. "Lauras Tod hat mich schwer beschäftigt. Tut es auch immer noch. Sie fehlt als Mensch und als Sportlerin, speziell im Biathlon, weil sie ja weiter mit dabei war als Expertin", sagte die amtierende Gesamtweltcup-Siegerin.
Franziska Preuß (links) mit Laura Dahlmeier
Fotocredit: Getty Images
Dahlmeier, mit der sie sich zeitweise ein Zimmer geteilt hatte, habe ihr besonders zu Beginn ihrer Weltcup-Karriere geholfen, berichtete Preuß vor ihren Heimrennen in Ruhpolding: "Wenn ich an die Zeit zurückdenke, dann haben wir eigentlich immer Gaudi gehabt auf dem Zimmer. Laura hat mich gut herangeführt an das Ganze. Sie war ja bereits eine Saison länger im Weltcup dabei, hat sich schon besser ausgekannt. Und da habe ich mir viel von ihr abschauen können."
Auf die Frage, was sie von Dahlmeier gelernt habe, antwortete die 31-Jährige: "Laura war sehr straight. Wenn sie sich was in den Kopf gesetzt hat, dann hat sie das durchgezogen. Da war ich manchmal eher emotionaler."
Dahlmeier habe sie "mehr dazu gebracht, das abzulegen. Wenn sie ein Ziel gehabt hat, dann hat sie das kompromisslos verfolgt", dachte Preuß zurück.
Sie selbst habe lange Zeit das Gefühl gehabt, "dass ich mein ganzes Potenzial noch nie habe abrufen können", so die deutsche Top-Biathletin. Der Grund? Ständige Infektionen, die sie ausbremsten.
Immerhin: wenn der Körper mitspielte, "dann gab es auch gute Ergebnisse", deswegen habe sie "mindestens geahnt, was möglich wäre. Das war immer der Antrieb, weiterzumachen. Der Glaube daran, dass ich es irgendwann mal komplett rüberbringen kann", erklärte Preuß, die weiterhin offen ließ, ob sie ihre Karriere nach dem Ende der aktuell laufenden Olympia-Saison fortsetzen wird.
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