Sebastian Samuelsson erhebt Vorwürfe: Wettkampf gegen "gedopte Athleten" - Umfrage mit erschreckendem Ergebnis

Der schwedische Biathlet Sebastian Samuelsson hat schwere Vorwürfe gegen einige seiner Konkurrenten erhoben: "Ich war immer davon überzeugt, dass ich gegen gedopte Athleten antrete", sagte der 28-Jährige dem schwedischen Sender "SVT Sport". Der Olympiasieger sieht das Problem dabei auch darin begründet, dass Läufer teilweise nicht getestet werden. Das geht aus einer Umfrage hervor.

Sebastian Samuelsson erhebt Doping-Vorwürfe

Fotocredit: Getty Images

Die skandinavischen Fernsehsender "SVT", "NRK" (Norwegen), "Yle" (Finnland) und "DR" (Dänemark) hatten zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina (ab 6. Februar live bei Eurosport und HBO Max) eine anonyme Dopingumfrage veröffentlicht.
Aus dieser geht hervor, ob und wie oft die Athleten auf verbotene Substanzen getestet werden. Etwa die Hälfte (49,2 %) der Befragten gaben an, sich in der Wettkampfpause, also im Training oder in der Freizeit, keinen Tests unterziehen zu müssen. Nur 13,3 Prozent der Befragten wurden getestet.
Auch während der Wettkämpfe bessert sich die Quote nur unwesentlich. Mehr als ein Drittel der Athleten gaben an, nicht getestet worden zu sein, 17,5 Prozent wurden kontrolliert. Die Umfrage wurde an 413 Personen verschickt, 45 Prozent beantworteten den Fragebogen.
"Das ist schlecht, man müsste deutlich mehr testen. Gleichzeitig ist das ein Trend, der sich seit einigen Jahren fortsetzt", erklärte Staffel-Olympiasieger Samuelsson, der am Sonntag in Nove Mesto den 13. Platz im Massenstart holte.

Samuelsson über Doping: "Tests sind teuer"

Der Grund für die seltenen Tests sei dem Schweden klar: "Tests sind sehr teuer und fast alle Proben fallen negativ aus. Und dann kann man sich fragen: 'Sind viele Dopingtests wirklich ein effektives Mittel, um Betrüger zu überführen?'"
Der Silbermedaillengewinner von Pyeongchang 2018 forderte andere Ermittlungswege gegen Doping. Welche genau führte er allerdings nicht aus.
Auch andere Sportler und Sportlerinnen zeigten sich geschockt: "Ich würde gerne an sauberen Sport glauben, aber dieses Umfrageergebnis trägt nicht gerade dazu bei", sagte die finnische Langläuferin Johanna Matintalo.
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Quelle: Eurosport


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