Biathlon - DSV-Hoffnung Selina Grotian mit emotionalem Statement nach Saisonabschluss: "Enttäuschung sehr groß"

Die Biathlon-Saison ging am vergangenen Wochenende in Oslo zu Ende. Selina Grotian landete im letzten Rennen auf Rang 24 und zeigte insgesamt nach einer schwierigen Saison aufsteigende Form. Ihr eigenes Fazit fiel jedoch zwiegespalten aus. "Das Jahr war tatsächlich von viel Zweifel geprägt und es sind auch ein paar Tränen geflossen", erklärte die 22-Jährige in ihrem Rückblick auf "Instagram".

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Quelle: Eurosport

Kurz vor dem Saisonstart sei sie nach einem schwachen Sommer immer besser in Form gekommen. "Schritt für Schritt Richtung Winter war ich in aufstrebender Form", meinte Grotian, die in der Saison zuvor ihren ersten Einzel-Weltcupsieg errungen hatte.
Eine Corona-Erkrankung stoppte die deutsche Nachwuchshoffnung nach dem Auftakt in Östersund jedoch für mehrere Wochen.
Erst zum Heimweltcup in Oberhof im neuen Jahr kehrte Grotian zurück. Diese Phase sei auch aus einem weiteren Grund schwierig gewesen, gab die fünfmalige Junioren-Weltmeisterin zu.
"Die Angst, wieder zu früh anzufangen, war sehr groß und wenn man in der Saison Wochen an Training verliert und die Wettkampfhärte fehlt, ist es richtig schwer, wieder in den Flow zu kommen."

Grotian holt sich Olympia-Ticket

Sie sei allerdings "sehr stolz, dass ich es nach der langen Pause doch noch geschafft habe, die Olympia-Norm zu knacken und mein Kindheitstraum Olympia zu erfüllen". Erst in Ruhpolding konnte sich Grotian mit einem 15. und 13. Platz für die Olympischen Spiele qualifizieren.
In Antholz habe sie jedoch "nicht die erwünschte Leistung abrufen" können und die Enttäuschung sei "sehr groß" gewesen. "Meine Trainingsleistung am Schießstand war richtig gut, doch leider wollte es im Wettkampf einfach nicht klappen."

Grotian "voller Zuversicht und Motivation" für nächste Saison

Auf der Loipe habe ihr "der Punch gefehlt und die Höhenluft hat mir und meinem Körper etwas mehr zu schaffen gemacht als die letzten Jahre." Mehr als ein 41. Platz in der Verfolgung war bei Olympia nicht drin.
Erst zum Saisonende hin kam Grotian wieder etwas besser in Form. In Kontiolahti lief sie zwei Mal in die Top 20 und beim Finale in Oslo landete die Deutsche auf den Rängen 26, 14 und 24. Damit habe sie "wieder etwas Selbstbewusstsein in die Saisonpause mitnehmen" können.
"Ich blicke voller Zuversicht und Motivation auf die nächste Saison", meinte Grotian abschließend und verabschiedete sich in die Sommerpause.
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Highlights: Jeanmonnot sprintet zum Gesamtweltcup

Quelle: Eurosport


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