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Ex-Biathletin Gabriela Soukalova spricht über ihr Verschwinden in italienischen Alpen während Rad-Tour
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Publiziert 26/09/2022 um 12:11 GMT+2 Uhr
Gabriela Soukalova hat sich erstmals zu ihrem zwischenzeitlichen Verschwinden in den italienischen Alpen am Mittwoch geäußert. Im Gespräch mit dem tschechischen Sender "CNN Prima News" berichtete der ehemalige Biathlon-Star von ihrem Schock-Erlebnis in den Bergen bei Livigno: "Ich habe versucht, Sport zu treiben, damit ich meine Körpertemperatur nicht verliere und in der Kälte überleben kann."
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Soukalova war am Mittwoch zu einer kleinen Radtour aufgebrochen. Doch die Tschechin kam an einer Stelle an, die durch einen abgerutschten Hang nicht mehr befahrbar war.
Sie habe es mit größter Mühe geschafft, das Hindernis zu überwinden. "Da ich bereits erschöpft war und zurückfahren wollte, versuchte ich, den Weg per GPS zu finden, bis ich zu dem Punkt kam, an dem mir klar wurde, dass ich das Fahrrad dort abstellen musste", berichtete Soukalova.
Ab da ging die 32-Jährige zu Fuß weiter, doch nach zwei Kilometern endete der Weg abrupt.
"In dem Moment, als ich den Punkt erreichte, den ich mir als Ziel gesetzt hatte, stellte ich fest, dass es sich um eine optische Täuschung handelte, dass der Hang eine Kurve machte, dort nicht weiterging", so Soukalova.
Soukalova hält sich mit Training warm
Ihr Handy hatte schließlich auch keinen Akku mehr. Deshalb sei ihr klar geworden, dass sie die Nacht in den Bergen verbringen müsse. Aus Angst vor Bären kletterte die ehemalige Spitzensportlerin einen Hang hinauf. Sie habe sich die ganze Nacht in Bewegung gehalten, um nicht auszukühlen.
Die Nacht-Temperaturen liegen aktuell in Livigno bei rund minus sieben Grad. Nur ihre Fitness habe sie vor Schlimmerem bewahrt, ist sich Soukalova sicher: "Ich bin froh, dass ich so viele Jahre trainiert habe und über eine so gute Kondition verfüge, denn sonst wäre es eine große Herausforderung gewesen."
Am nächsten Morgen schmiedete die Tschechin einen Plan. "Ich dachte mir, dass meine einzige Rettung darin bestehen würde, den Felsen mehrere hundert Meter über dem Tal zu erklimmen. Ich hatte erwartet, dass im Morgengrauen ein Hubschrauber vorbeikommt und nach mir sucht, aber sie suchten an anderen Orten nach mir", erzählte die zweifache Weltmeisterin, die 2019 ihre Biathlon-Karriere beendet hatte.
"Wonder Woman": Rettungsteams können Geschichte kaum glauben
Am Donnerstagnachmittag wurde sie aber von Rettungsmannschaften gefunden, die selbst kaum glauben konnten, was die Ex-Sportlerin ihnen erzählte. "Als sie mich fragten, welchen Weg ich hochgeklettert war, zeigte ich ihnen den Weg, und sie sagten, ich sei 'Wonder Woman'", so Soukalova, die nur mit einigen Prellungen und Erschöpfung in ein Krankenhaus kam.
Auch ihr Kind und ihr Lebensgefährte hatten großen Anteil am Happy End, meinte die 32-Jährige: "Die ganze Zeit, die ich weg war, habe ich mir das Wiedersehen vorgestellt. Und als ich sie dann umarmen konnte, war das wahrscheinlich der schönste Moment in meinem Leben. Das kann man sich gar nicht vorstellen, bis man so etwas erlebt."
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