Stiller Abschied: Andreas Birnbacher tritt zurück

Das Ende seiner Karriere war irgendwie typisch für Andreas Birnbacher. Eine Magenverstimmung verhinderte am Sonntag den geplanten Einsatz im WM-Massenstart von Oslo. Der 34-Jährige konnte das Rennen am legendären Holmenkollen nur als Zuschauer verfolgen. Immer wieder musste der Schlechinger in seinen 15 Jahren im Weltcup Rückschläge verkraften.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Damit ist nun Schluss, in Norwegen endete seine Laufbahn, und er wird künftig als Trainer arbeiten. "Mir ist wichtig, dass ich die Biathlon-Bühne mit einem positiven Gefühl verlassen kann", sagte Birnbacher. Mit einem starken neunten Platz im WM-Einzel über 20 km gelang ihm das beim Saison-Höhepunkt. Für Birnbacher schloss sich der Kreis, denn in Oslo hatte er im März 2011 den ersten seiner sechs Weltcupsiege gefeiert.
Birnbacher war glücklich, dass er selbst über das Ende seiner langen Laufbahn entscheiden und auch in seinem letzten Jahr noch mit der Spitze mithalten konnte. "Ich werde nicht gezwungen, von der Leistung her aufzuhören", sagte der Bayer, der nun mehr Zeit mit Frau Anna und den Söhnen Luis und Moritz verbringen will: "Meine Kinder haben in den letzten Jahren oft genug auf mich verzichten müssen."
Birnbachers größter Erfolg war der WM-Sieg mit der Mixedstaffel 2008 in Östersund. 2007 gewann der Bayer mit Silber im Massenstart von Antholz seine einzige WM-Einzelmedaille. Seinen letzten Weltcupsieg feierte Birnbacher am 16. Dezember 2012 im slowenischen Pokljuka. "Meine Highlights waren meine Weltcupsiege und die Heim-WM 2012 in Ruhpolding", sagte Birnbacher.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung