Vetle Sjaastad Christiansen spricht über Leben als Biathlet und enthüllt: "Führe ein Leben mit Zwangsstörungen"
Publiziert 05/11/2025 um 18:20 GMT+1 Uhr
Vetle Sjaastad Christiansen hat mit "biathlonworld.com" über sein Leben als professioneller Biathlet gesprochen und dabei die Folgen seiner Jagd nach Vollkommenheit enthüllt. Er "führe ein Leben mit Zwangsstörungen" und sei "in allen Lebensbereichen Perfektionist - wie viele Sportler", erzählte der 33-Jährige: "Man will die Dinge so perfekt wie möglich machen, weiß aber nicht, was perfekt ist."
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Quelle: Eurosport
Seine Obsession äußere sich im Alltag etwa an seinem Kleiderschrank oder dem Zustand seiner Wohnung, berichtete der Norweger, der 2022/23 Dritter im Gesamtweltcup geworden war.
"Meine Garderobe ist farblich perfekt aufeinander abgestimmt: Pullover, T-Shirts, Shorts, Poloshirts; meine Wohnung ist wirklich blitzblank", so Christiansen. Kurioserweise würden die Dinge nur während des Trainingslagers anders laufen: "Da herrscht bei mir das reinste Chaos!"
Generell sei es im Biathlon allerdings schwierig, echte Perfektion zu erreichen. "Es gibt so viele Aspekte, in denen man fast der Beste sein muss: körperliches Training, Schießen. Wo liegen meine Schwächen? Wo muss ich mich verbessern? Man ist sich nie ganz sicher, ob die Antwort gut genug ist. Man muss einfach daran glauben, nachdenken, auf das Beste hoffen und seine Stärken und Schwächen kennen", sagte der Staffel-Olympiasieger von Peking 2022.
Den Schlüssel zur Leistungsoptimierung sieht der dreimalige Weltmeister derweil nicht in der Menge, sondern in der Qualität des Trainings.
Christiansen: Lieber intelligent statt viel trainieren
"Sich selbst anzutreiben ist nicht der richtige Weg: mehr trainieren, besser werden. Vielmehr sollte man intelligenter trainieren, um besser zu werden", philosophierte der 34-malige Weltcup-Sieger.
Das richtige Maß zu finden, sei herausfordernd. Daher müsse man "hart im Nehmen sein, um sich Pausen zu gönnen und herauszufinden, was dem Körper guttut."
Er selbst habe einige Zeit gebraucht, um festzustellen, was er für Bestleistungen benötige, "aber es war ein harter Weg", erklärte Christiansen.
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