Olympia 2024 in Paris - Imane Khelif setzt sich nach dem Gold-Coup gegen "Mobbing und eine heftige Kampagne" zur Wehr

Boxerin Imane Khelif hat sich bei Olympia 2024 in Paris ein sportliches Happy End beschert und Gold gewonnen. Nach dem Triumph sprach die 25-Jährige über die Anfeindungen, die ihr bei den Sommerspielen entgegenschlugen. "Ich war Mobbing und einer heftigen Kampagne ausgesetzt, und dies ist die beste Antwort darauf", so Khelif, die im Zentrum einer Geschlechterdebatte stand, bei "beIN Sports".

Khelif nimmt sich Kritiker vor: "Sie greifen mich an"

Quelle: Perform

"Ich bin voll qualifiziert, um teilzunehmen. Ich bin eine Frau wie jede andere. Ich wurde als Frau geboren, habe als Frau gelebt und als Frau am Wettbewerb teilgenommen", stellte Imane Khelif nach ihrem Finalerfolg gegen die Chinesin Yang Liu klar.
Ihre Kritiker, die unterstellten, sie sei männlich und nicht weiblich, bezeichnete die Algerierin als "Feinde des Erfolgs". Wegen "dieser Angriffe" habe ihre Goldmedaille nun einen besonderen "Geschmack".
Khelif forderte, sich an den olympischen Werten zu orientieren, in der Hoffnung, dass es "nie wieder solchen Attacken" komme. Der Hass, der auf Social Media auf sie einprasselte, sei massiv gewesen.
Immerhin: Der Kampf um Gold vor rund 14.000 Zuschauern auf dem berühmten Tennis-Court Philippe-Chatrier geriet zum Triumphzug.
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Khelif lässt Algerien jubeln: Box-Gold im Stadion von Roland-Garros

Quelle: Eurosport

Viele Fans hatten algerische Fahnen dabei, feierten die Kämpferin frenetisch. Am Ende fuhr Khelif, die in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm boxt, einen 5:0-Punktsieg ein.
"Ich habe die ganze arabische Welt geehrt", so die Olympiasiegerin. Und auch von Algeriens Staatspräsident Abdelmadjid Tebboune gab es volle Rückendeckung: "Wir sind alle stolz auf dich, dein Gold ist Algeriens Gold."

Debatte läuft heiß: Bach reagiert, Boxverband verweist auf Tests

Die Debatte um Khelif, die im Boxsport schon länger geführt wurde, hatte sich derweil seit dem Beginn der Spiele kontinuierlich verschärft. Spätestens mit Khelifs Auftaktkampf am 1. August gegen die Italienerin Angela Carini, die nach 46 Sekunden aufgab, war die Causa zum Politikum geworden.
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Schnelle Pleite: Carini gibt gegen Khelif unter Tränen auf

Quelle: Eurosport

Das IOC und sein Präsident Thomas Bach sahen sich zu einer öffentlich Stellungnahme genötigt. Der vom IOC nicht mehr anerkannte Box-Weltverband IBA reagierte mit einer grotesken Pressekonferenz.
Darin behauptete der umstrittene IBA-Präsident Umar Kremlew, dass Khelif und die Taiwanerin Lin Yuting, die am Samstag ebenfalls um Gold boxt, biologische Männer seien, was Tests ergeben hätten. Die IBA hatte Khelif 2023 vor dem Finale der WM 2023, in dem sie auf ihre Paris-Finalgegnerin Yang getroffen wäre, deshalb ausgeschlossen.
Das IOC erkennt die Testergebnisse der IBA nicht an und nannte das Vorgehen des Verbandes unseriös. "Es bestand nie ein Zweifel daran", dass Khelif und Lin "Frauen sind", sagte Bach.
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(mit SID)
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Imane Khelif se mete en semifinales tras vencer a Hamori por decisión unánime

Quelle: Eurosport


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Tränen nach Halbfinalsieg: Der emotionale Kampf von Khelif

Quelle: Eurosport


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