Eurosport
Raylle Dakar 2016: 9000-Kilometer-Wahnsinn geht in Südamerika in die nächste Runde
Von
Publiziert 01/01/2016 um 12:09 GMT+1 Uhr
9000 Kilometer in zwei Wochen, glühende Hitze und Wüstenstaub, klirrende Kälte und Höhenluft: Die Rallye Dakar fordert von Fahrern und unzähligen Betreuern wieder einmal Höchstleistungen - sportlich, mental und logistisch. Die 38. Auflage der härtesten Marathon-Rallye der Welt durch Argentinien und Bolivien beginnt am Samstag.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Mit gleich zwölf Teams und einem klaren Ziel geht Mini an den Start. Nach den Gesamtsiegen in den vergangenen vier Jahren soll 2016 der fünfte folgen. Für diesen könnte Nasser Al-Attiyah aus Katar sorgen, der auch in diesem Jahr mit seinem langjährigen französischen Co-Piloten Mathieu Baumel startet. "Um die Dakar zu gewinnen, brauchst du Glück, ein gutes Team und einen guten Co-Piloten", sagte der Vorjahressieger: "Außerdem musst du selbst hart arbeiten, um den Sieg zu erringen."
Roma will Rehabilitation
Nani Roma, wie Al-Attiyah Mitglied des deutschen Teams X-raid um Chef Sven Quandt, will sich für sein Desaster aus dem Vorjahr rehabilitieren. "Auch nach 20 Teilnahmen ist die Dakar noch etwas Besonderes. Du hast immer Spaß, und wenn du sie gewinnst, ist das ein ganz besonderer Moment", sagte er. Im Januar 2015 hatte Roma als Titelverteidiger eine bittere Enttäuschung erlebt. Schon auf der ersten Etappe stoppten ihn technische Probleme an seinem Mini All4 Racing, er kam erst nachts ins Ziel, als die meisten anderen Teilnehmer schon im Bett lagen.
Aus deutscher Sicht ist Dirk von Zitzewitz der größte Hoffnungsträger. Der 47-Jährige, im Vorjahr als Co-Pilot des Südafrikaners Giniel de Villiers Zweiter, will erneut aufs Podium. "Wir müssen das Spiel perfekt spielen, dürfen uns also keinerlei Fehler erlauben", sagte von Zitzewitz, der im Toyota Hilux für die Navigation zuständig ist: "Ich hoffe, dass ich auch 2016 meinen Beitrag leisten werde, die Großen zu ärgern und ihnen wieder eine dieser schönen Dakar-Trophäen wegzuschnappen."
Start in Buenos Aires
Die Dakar 2016 beginnt mit einem kurzen Prolog von Buenos Aires nach Rosario, dabei wird die Startreihenfolge für die erste Etappe am Sonntag bestimmt. Es folgen bis zum 16. Januar 13 Etappen und 9246 km Strecke (davon 4792 km, die in die Wertung einfließen) - und das bei nur einem Ruhetag (10. Januar in Salta/Argentinien). Ursprünglich sollte das Spektakel auch durch Peru führen, ehe das Naturphänomen El Nino diesen Plan zunichtemachte.
Es bleibt auch ohne den Abstecher nach Peru eine Odyssee durch die verschiedensten Elemente: Von der Hitze im Zentrum Argentiniens geht es für Autos, Motorräder, Quads und Trucks nördlich in Richtung Anden und Bolivien - dort werden in bis zu 4600 Metern Höhe nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt erwartet. "Die Dakar ist nicht nur technologisch, sondern auch fahrerisch und navigatorisch stets die größte Herausforderung im Motorsport", sagt von Zitzewitz: "Wir sind jedenfalls bereit dafür."
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung