Die neunte Etappe wurde in einer Schleife rund um Neom gefahren. Das Terrain im Norden Saudi-Arabiens war sehr abwechslungsreich. Insgesamt mussten 579 Kilometer bewältigt werden. Die gezeitete Speziale betrug 465 Kilometer.
Es entwickelte sich zu einem wahren Härtetest. Carlos Sainz hatte bereits nach 98 Kilometern einen Reifenschaden. Dabei verlor er schon 21 Minuten. Später gab es einen weiteren Reifenschaden. Zudem musste der Titelverteidiger an den Bremsen seines Mini Buggy arbeiten.
Auch für Al-Attiyah lief es schwierig. Nach rund 157 Kilometern hatte er schon knappe sechs Minuten auf Peterhansel eingebüßt. Nach 271 Kilometern betrug sein Zeitverlust schon zehn Minuten. Al-Attiyah attackierte, um den Rückstand nach zwei Reifenschäden in Grenzen zu halten.
Dakar
Dakar-Coup: Von Zitzewitz und Al Rajhi holen sich Etappensieg
10/01/2021 AM 15:00
Zunächst sah es danach aus, dass Matthieu Serradori der Mann des Tages sein würde. 100 Kilometer vor dem Ziel übernahm er erstmals die virtuelle Führung von Peterhansel. Aber nach 385 Kilometern blieb der Century stehen und Serradori musste sich vom Etappensieg verabschieden.
Somit ging der Tagessieg an Peterhansel. Es war sein erster in diesem Jahr. Al-Attiyah büßte am Dienstag zwölf Minuten auf den Franzosen ein. Das bedeutet, dass sich der Vorsprung von Peterhansel in der Gesamtwertung auf knapp 18 Minuten vergrößert hat.
Drei Etappen sind in Saudi-Arabien noch zu absolvieren. Sainz hat als Dritter schon mehr als eine Stunde verloren. Die Vorentscheidung könnte somit gefallen sein. Jakub Przygonski und sein deutscher Beifahrer Timo Gottschalk büßten heute mit ihrem Toyota 37 Minuten ein.

Rallye Dakar 2021: Gesamtwertung nach 9. von 12. Etappen

1. Peterhansel/Boulanger (Mini Buggy) - 34:26.16 Stunden
2. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +17:50 Minuten
3. Sainz/Cruz (Mini Buggy) +1:02.25 Stunden
4. Przygonski/Gottschalk (Toyota) +2:16.30
5. Roma/Winocq (BRX) +2:42.38
6. Al-Qassimi/Panseri (Peugeot) +3:01.13
7. Wasiljew/Tsyro (Mini 4x4) +3:10.17
8. Prokop/Chytka (Ford) +3:36.01
9. de Villiers/Haro Bravo (Toyota) +3:40.09
10. Lavieille/Garcin (Optimus) +4:10.32

Rallye Dakar 2021: Cornejo baut Führung aus - Price muss nach Sturz aufgeben

Für einen Mitfavoriten endete die Rallye am Dienstag. Kurz nach Kilometer 155 stürzte Toby Price von seiner KTM. Dabei verletzte sich der Australier am linken Arm und an der linken Schulter. Er wurde per Helikopter in ein Krankenhaus nach Tabuk gebracht.
Nach Kilometer 239 stürzte auch Luciano Benavides (Husqvarna) und musste mit einer Schulterverletzung so wie Price ins Krankenhaus nach Tabuk geflogen werden. Dafür lief für seinen Bruder Kevin Benavides alles wie am Schnürchen.
Nach 239 Kilometern übernahm dieser erstmals die virtuelle Führung und lag auch nach 320 Kilometern vorne. Als Erster erreichte Ignacio Cornejo (Honda) die Ziellinie, aber den Tagessieg sicherte sich sein Teamkollege Kevin Benavides.
Hinter dem Honda-Duo eroberte zunächst Adrien van Beveren (Yamaha) den dritten Rang. Der Österreicher Matthias Walkner (KTM) folgte als Vierter und Joan Barreda (Honda) rundete die Top 5 ab. Rickey Brabec (Honda) büßte im Tagesergebnis 23 Minuten ein und Sam Sunderland (KTM) 26.
Allerdings erhielten Brabec und Sunderland im Nachgang eine Zeitgutschrift, weil sie anhielten und Erste Hilfe für Price leisteten. Am Etappensieg von Kevin Benavides änderte sich zwar nichts, aber Brabec rückte auf den zweiten Platz vor. Sunderland wurde im neuen Ergebnis als Vierter hinter Cornejo geführt.
Honda belegt nach der neunten Etappe die ersten drei Plätze in der Gesamtwertung. Cornejo führt elf Minuten vor Kevin Benavides. Barreda ist mit 29 Minuten Rückstand Dritter. Bester KTM-Fahrer ist Sam Sunderland auf Platz vier. Sein Rückstand beträgt eine halbe Stunde.
"Es war heute hart", sagt Cornejo. "Toby startete hinter mir. Wir haben um den Gesamtsieg gekämpft und es ist schade, dass er gestürzt ist. Hoffentlich ist er nicht schwer verletzt. Man will nie hören, dass einer von uns gestürzt ist."

Rallye Dakar 2021: Gesamtwertung Motorräder nach 9. von 12. Etappen

1. Ignacio Cornjeo (Honda) - 36:51.00 Stunden
2. Kevin Benavides (Honda) +11:24 Minuten
3. Sam Sunderland (KTM) +14:34
4. Ricky Brabec (Honda) +17:26
5. Joan Barreda (Honda) +29:00
6. Daniel Sanders (KTM) +38:23
7. Skyler Howes (KTM) +40:25
8. Lorenzo Santolino (Sherco) +42:08
9. Pablo Quintanilla (Husqvarna) +1:00.37 Stunden
10. Adrien van Beveren (Yamaha) +1:02.48
(mit SID und Motorsport-Total.com)
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