Peterhansel musste nach seinem gestrigen Tagessieg die Strecke eröffnen. Schwierig ging es wieder für Carlos Sainz im zweiten Mini Buggy los, der in der Anfangsphase rund sechs Minuten verlor, dann aber zum Angriff ansetzte und etwas Boden gutmachen konnte. Peterhansel konzentrierte sich darauf, Al-Attiyah in Schach zu halten.
"Am Ende gab es nicht zu viele Steine, aber die Navigation war sehr kompliziert", kommentierte Peterhansel die Etappe. Al-Attiyah stimmt ihm auch zu: "Es war nicht einfach, den Weg zu finden. Ich bin zufrieden, dass ich ohne Probleme durchgekommen bin."
Den Sieg hat Al-Attiyah noch nicht abgeschrieben: "Morgen ist der Schlüssel dieser Dakar. Es ist noch ein weiter Weg. Es gibt keine Strategie, wir fahren mit einer guten Pace weiter. Stéphane hat mehr Druck, weil er führt und vorsichtiger sein muss. Aber auch ich habe Druck. Wenn ich ihn nicht einholen kann, will ich den zweiten Platz absichern."
Dakar
Vierter Tagessieg: Al-Attiyah bläst zur Attacke auf den Gesamtsieg
11/01/2021 AM 12:26
Peterhansel steuert derweil auf seinen 14. Dakar-Gesamtsieg zu. Der französische Mini-Pilot vom deutschen Team X-Raid hat nach den 342 Wertungskilometern zur Oase Al-'Ula am Mittwoch 17:01 Minuten Vorsprung auf Al-Attiyah.

Rallye Dakar 2021: Von Zitzewitz auf drei Rädern zum Tagessieg

Den Tagessieg sicherten sich Al-Rajhi/von Zitzewitz mit zwei Minuten Vorsprung auf Al-Attiyah und Peterhansel. Zuvor konnte das Duo, das durch Reifenschäden und einen Getriebeschaden in der Gesamtwertung weit hinten liegt, schon die siebte Etappe gewinnen.
"Yazeed ist heute extrem gut gefahren, hat mich bei der Navigation aber auch gut gefordert", berichtet von Zitzewitz. "Gas wegnehmen gab es heute nicht. Überall wo Steine lauerten, waren wir vorsichtig. Ansonsten: volle Attacke."
"Etwa 20 Kilometer vor dem Ziel hatten wir einen Platten. Ich wollte wechseln, Yazeed nicht - jetzt ist nichts mehr davon übrig. Ich hätte nie gedacht, dass es so zum Tagessieg reicht." Im Ziel war rechts hinten vom Reifen und der Felge praktisch nichts mehr zu sehen.
Der beste Deutsche in der Gesamtwertung ist weiterhin Timo Gottschalk, der Co-Pilot von Jakub Przygonski in einem Toyota. Das Duo beendete den Tag auf dem fünften Platz und ist auf Kurs zu Rang vier in der Gesamtwertung. Von Zitzewitz und Al Rajhi besitzen mit einem Rückstand von über sechs Stunden keine Podestchancen mehr.

Rallye Dakar 2021: Gesamtwertung nach 10. von 12. Etappen

1. Peterhansel/Boulanger (Mini Buggy) - 37:33.06 Stunden
2. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +17:01 Minuten
3. Sainz/Cruz (Mini Buggy) +1:03.44 Stunden
4. Przygonski/Gottschalk (Toyota) +2:18.43
5. Roma/Winocq (BRX) +2:50.22
6. Al-Qassimi/Panseri (Peugeot) +3:13.14
7. Wasiljew/Tsyro (Mini 4x4) +3:14.56
8. de Villiers/Haro Bravo (Toyota) +3:43.28
9. Prokop/Chytka (Ford) +3:45.46
10. Vanagas/Palmeiro (Toyota) +4:37.13

Rallye Dakar 2021: Cornejo muss nach Sturz aufgeben

Geplatzt ist der Traum vom Gesamtsieg in der Motorrad-Wertung für Jose Ignacio Cornejo. Der Chilene erreichte nach einem Sturz auf seiner Honda zwar noch das Ziel, stieg dort aber vorzeitig aus dem Wüstenspektakel aus. Neuer Spitzenreiter ist der Argentinier Kevin Benavides (Honda).
Nach etwas mehr als drei Stunden sicherte sich Ricky Brabec seinen zweiten Etappensieg in diesem Jahr. Joan Barreda folgte mit drei Minuten Rückstand als Zweiter. Benavides rundete den Dreifachsieg für Honda ab.
Im Anschluss an die Etappe kam dann die Hiobsbotschaft: Cornejo hatte bei dem Sturz für Momente das Bewusstsein verloren. Er fühlte sich nicht wohl und wurde vom medizinischen Personal betreut. Der Chilene musste die Entscheidung treffen, die Dakar zu beenden.
Die Rallye Dakar findet zum zweiten Mal in Saudi-Arabien statt. Zuvor war das legendäre Wüstenrennen elf Jahre in Südamerika ausgetragen worden, aus Afrika hatte sich die Dakar aus Sicherheitsgründen zurückgezogen. Insgesamt stehen zwölf Etappen auf dem Programm, die Sieger der sieben Klassen werden am Freitag nach 7776 Kilometern (4528 Wertungskilometer) gekürt.

Rallye Dakar 2021: Gesamtwertung Motorräder nach 10. von 12 Etappen

1. Kevin Benavides (Honda) - 40:20.08 Stunden
2. Ricky Brabec (Honda) +0:51 Sekunden
3. Ignacio Cornejo (Honda) +1:07 (wird zur 11. Etappe nach Sturz nicht mehr antreten)
4. Sam Sunderland (KTM) +10:36
5. Joan Barreda (Honda) +15:40
6. Skyler Howes (KTM) +29:38
7. Daniel Sanders (KTM) +30:55
8. Lorenzo Santolino (Sherco) +40:41
9. Pablo Quintanilla (Husqvarna) +1:04.02 Stunden
10. Adrien van Beveren (Yamaha) +1:12.22
(mit SID und Motorsport-Total.com)
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