Olympia 2026: Nächster Ärger im Curling - Kanadierin Rachel Homan kritisiert Schiedsrichter und Regelauslegung
VonLukas Fegers
Update 15/02/2026 um 13:54 GMT+1 Uhr
Nächster hitziger Curling-Vorfall bei den Olympischen Winterspielen: Weil einer ihrer Steine wegen einer Doppelberührung aus dem Spiel genommen wurde, hat sich die kanadische Skip Rachel Homan über die Referees echauffiert. Die Entscheidung sei "verrückt", sagte die 36-Jährige und bestritt vehement, bei der 7:8-Vorrundenniederlage am Samstag gegen die Schweiz einen Regelverstoß begangen zu haben.
Stein entfernt: Curling-Regel sorgt für Ärger im Team Kanada
Quelle: Eurosport
Bei ihrem ersten Stein des Olympia-Duells zwischen WM-Champion Kanada und Vizeweltmeister Schweiz war Homan von einem Offiziellen bestraft worden, weil sie das Spielgerät nach dem Loslassen offenbar erneut berührt hatte. Die Kanadierin reagierte ungläubig, sie habe "auf keinen Fall" diesen Regelverstoß begangen.
"Ich verstehe diese Entscheidung nicht. Ich werde sie nie verstehen", sagte Homan der Nachrichtenagentur "Reuters" zufolge nach dem Match.
Im Curling, das als "Gentleman-Sport" auf Fairness und Selbstanzeige von Regelverstößen basiert, gibt es eigentlich keine Schiedsrichter auf dem Spielfeld. Die Athletinnen und Athleten klären Unklarheiten meist selbst.
Dass bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo seit Kurzem allerdings Referees am Spielfeldrand stehen und insbesondere die sogenannte "Hog Line" beobachten, ist mit dem Eklat verknüpft, der sich im Männer-Duell zwischen Kanada und Schweden ereignet hatte.
Curling: Doppelberührungen sorgen für Aufruhr
Eine Meinungsverschiedenheit über mögliche Doppelberührungen war in einem vulgären Wortgefecht eskaliert, dieses war zunächst live im TV und später auf Social Media viral gegangen.
Daraufhin sah sich der Weltverband gezwungen, eine Regelwerk-Rundmail an alle Teams zu verschicken. Darin kündigte World Curling unter anderem an, dass ein Referee den Abwurf bei allen verbleibenden Matches genau beobachten würde.
Jeder Verstoß gegen die Regel werde "geahndet und der Stein muss ohne weitere Verwarnung aus dem Spiel genommen werden" - so wie nun bei den kanadischen Frauen um Skip Homan.
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Kanadas Skip Rachel Homan wurde für eine Doppelberührung des Curling-Steins bestraft.
Fotocredit: Getty Images
Homan: Referees "haben bei uns nichts zu suchen"
Die Präsenz und den Eingriff des Referees kritisierte Homan scharf. "Das hat nichts mit uns zu tun. Der Schiedsrichter sollte in unserem Spiel nichts zu suchen haben. Auf der Seite der Frauen gab es überhaupt keine Regelverstöße. Das war absurd", sagte die Kanadierin erbost.
"Wenn etwas passiert, meldet man es und der Schiedsrichter kommt heraus und achtet darauf, dass es nicht wieder vorkommt. Bei den Frauen wurde das noch nicht gemeldet, das ist einfach verrückt", führte Homan weiter aus.
Ihre Hand habe sich nicht bewegt, als sie den Stein losgelassen habe, behauptete die Curlerin. Wenn die Schiedsrichter aber glaubten, etwas Irreguläres gesehen zu haben, sollten sie sich das Video anschauen. "Schau es dir tausendmal an, du wirst nichts sehen. Es ist frustrierend", haderte Homan.
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"F*** off!" Streit zwischen Kanada und Schweden eskaliert
Quelle: Eurosport
Schweizerin versteht kanadischen Curling-Frust
Ihre Schweizer Gegnerin Silvana Tirinzoni zeigte derweil Verständnis für den Ärger der Kanadierin.
"Ich weiß nicht, ob sie es wirklich getan hat. Aber es war eine Entscheidung des Schiedsrichters - und wir hatten keine andere Wahl, als diesen Stein zu entfernen. Es war eine Anweisung des Referees", wird die 46-Jährige zitiert.
Die Regel existiert schon immer, "aber gestern wurde darüber heftig diskutiert", meinte Tirinzoni: "Heute haben sie sich das genauer angeschaut. Anscheinend haben sie gesehen, wie sie den Granit berührt hat. Ich weiß nicht, ob das stimmte oder nicht", so die Schweizerin.
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Horror-Start für Deutschland: USA scort vier Punkte im ersten End
Quelle: Eurosport
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