Olympia 2026 - Curling: Kanada kritisiert "falschen Weg" nach Zoff mit Schweden - auch Weltverband in der Kritik

Die am vergangenen Freitag entbrannte Debatte rund um die kanadische Curling-Mannschaft bei Olympia 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo ist um ein Kapitel reicher. "Niederträchtig. Das ist das Wort, das mir einfällt", meinte Brad Jacobs, Skip der kanadischen Herrenmannschaft. Damit bezog er sich auf neuerliche Schummelvorwürfe, welche dieses Mal seine Landsfrau Rachel Homan zum Ziel hatten.

Stella Heiß erklärt Curling-Beef zwischen Kanada und Schweden

Quelle: Eurosport

Was Jacobs damit meint? Homan rückte bei der Vorrundenniederlage von Kanada gegen die Schweiz (7:8) aufgrund einer Doppelberührung von einem ihrer Steine in den Mittelpunkt.
Auf die anschließende Strafe reagierte die Skip ungläubig, in den Sozialen Medien ging der Vorfall viral - wie es schon Tage zuvor bei ihrem Landsmann Marc Kennedy der Fall war. Die Kommentare in Richtung der kanadischen Curler waren zum Teil wüst und beleidigend.
"Niederträchtig. Das ist das Wort, das mir einfällt", meinte Jacobs laut "The Grand Slam of Curling". "Als wir alle beisammen waren und das gesehen haben, empfand ich es als niederträchtig. Ich hatte direkt das Gefühl, dass wir als kanadische Curler ins Visier genommen wurden."
Homans Stein aus dem Spiel zu nehmen, sei schlichtweg "eine Tragödie" gewesen. Letzten Endes seien sie stolz darauf gewesen, wie ihre Landsfrau die Partie zu Ende spielte.
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Kanada wehrt sich gegen Vorwürfe

Zu Wort meldete sich auch Kennedy, der mit seinem "You can fuck off"-Ausbruch gegen Schweden am vergangenen Freitagabend mittlerweile viral gegangen ist.
"Ich fühle mit ihr", bezog er sich auf die Szene rund um Homan.
"Es ist einfach unglücklich, dass Athleten ihre Abgänge mitten in einem Wettkampf bei den Olympischen Spielen ändern müssen. Dieselbe Abgabe, die seit acht bis zehn Jahren in Ordnung war. Das ist sehr unglücklich."
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"F*** off!" Streit zwischen Kanada und Schweden eskaliert

Quelle: Eurosport

Auch das jüngste Rundschreiben des Curling-Weltverbandes und der Hinweis, dass von den Spielleitern fortan genauer auf die Abgaben geachtet werden würde, stieß den Kanadiern sauer auf.
"Jetzt wird versucht, schnell irgendwelche Dinge in Ordnung zu bringen. Das ist für mich der falsche Weg", kritisierte Kanada-Coach Paul Webster. "Wir hatten vier Jahre, um uns für Olympia vorzubereiten. Alle 20 Mannschaften haben einen richtig guten Job gemacht. Ich würde mir wünschen, wenn der Weltverband denselben Aufwand betreiben würde."
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"F*** off!" Streit zwischen Kanada und Schweden eskaliert

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