Die Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski kann aber dennoch auf starke Titelkämpfe zurück- und optimistisch auf die Olympia-Qualifikation vorausblicken.
Nach fünf Siegen in fünf Spielen in ihrer Vorrundengruppe in Bratislava, darunter gegen den Mitfavoriten Russland, qualifizierte sich die DV-Auswahl für das Achtelfinale. Dort war im polnischen Lodz Slowenien beim klaren 3:0-Erfolg ebenfalls kein echter Stolperstein.
Die Mannschaft blieb in Lodz, wo im Viertelfinale mit den Gastgebern aus Polen der nächste Titelkandidat wartete. Es war ein Fight auf höchstem Niveau, bei dem Deutschland letztlich denkbar knapp mit 25:32, 16:15, 19:25, 25.17 und 15:11 unterlegen war.
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“Wir haben toll gespielt, haben super gekämpft. Polen war ein Stück besser und hat die Atmosphäre hier in Lodz top genutzt”, sagte Koslowski bei Sport 1. “Ich bin natürlich traurig, nachdem wir uns so zurückgekämpft und emotional alles reingeworfen haben. Aber ich kann keinem einen Vorwurf machen.”
Der Coach sah den Heimvorteil als den letztlich entscheidenden Vorteil für Polen: “So spielt man halt zu Hause, so spielen die Polinnen, wenn sie hier in Lodz spielen. Sie qualifizieren sich für das EM-Halbfinale mit zwei Tie-Break-Siegen gegen Italien und Deutschland. Die Spiele gewinnt Polen wahrscheinlich nicht, wenn sie nicht in Lodz sind.”
Das polnische Team tritt nun die Reise ins türkische Ankara an, wo die beiden Halbfinalspiele und das Finale ausgetragen werden. Dort bekommen sie es mit der Türkei zu tun, die im Viertelfinale überraschend deutlich mit 3:0 gegen die Niederlande erfolgreich war.
Im zweiten Halbfinale spielt Serbien gegen Italien. Italien schlug die Russinnen im mutmaßlichen Spitzenspiel im Viertelfinale mit 3:1. Serbien war mit 3:0 gegen den Überraschungs-Viertelfinalisten aus Bulgarien erfolgreich.
Deutschland blickt nun voraus auf die europäische Olympiaqualifikation im kommenden Januar. Dort holt sich der Sieger eines Acht-Nationen-Turniers das letzte verbleibende Ticket für Tokio. Polen könnte dann wieder Gegner sein, ebenso Teams wie die Niederlande und die Türkei.
Russland, Italien und Serbien, die bereits für Olympia qualifiziert sind, fehlen beim letzten Qualiturnier. “Eine Olympia-Qualifikation ist auf jeden Fall realistischer als vor der EM”, sagte Koslowski.
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