Olympia 2022 - Eiskunstlauf: CAS veröffentlicht neue Details zum Opa im Fall Kamila Valieva

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den begründeten Schiedsspruch im Fall Kamila Valieva veröffentlicht und damit neue Details ans Licht gebracht. Wie aus dem Dokument hervorgeht, lag die bei der russischen Eiskunstläuferin nachgewiesene Konzentration der verbotenen Substanz Trimetazidin bei 2,1 ng/ml. Dies ist ein geringer Wert, den Valievas Vertretung mit der Großvater-These erklärte.

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So sagte die Mutter der Athletin vor dem CAS aus, dass Kamila Valieva von ihrem Großvater regelmäßig zum täglichen Training gefahren und abgeholt wird. Auch in der Mittagspause zwischen zwei Einheiten bleibe er oft bei der 15-Jährigen.
Während der Anhörung wurde zudem eine Videoaufzeichnung gezeigt, die nach Angaben des Rechtsbeistands vom Großvater der Athletin gemacht wurde. Auf den Bildern sei im Auto des Großvaters eine Packung "Trimetazidin MV" zu sehen.
Valievas Anwälte präsentierten weiterhin einen medizinischen Experten namens Andrej Scholinskij. Dieser erklärte, Trimetazidin sei verschreibungspflichtig, für Kinder verboten und könne Nebenwirkungen wie Schwindel und Gleichgewichtsstörungen hervorrufen. Eine Aufnahme durch Kontamination halte er für möglich.
Ein zweiter medizinischer Sachverständiger namens Eduard Besuglov verwies auf eine Studie über Trimetazidin-Konsum bei polnischen Athleten. Demnach führe eine einmalige Einnahme einer Dosis von 35 mg bei einer Dopingprobe am Tag darauf zu einem Wert von etwa 1000 bis 9000 ng/ml. Eine Konzentration von 2,1 ng/ml wie bei Valieva würde für eine einmalige Anwendung etwa fünf bis sieben Tage vor Probeentnahme sprechen.
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In einer Probe Valievas vom 25. Dezember war der verbotene Stoffwechsel-Modulator Trimetazidin entdeckt worden. Die Probe kam am 29. Dezember im Kontrolllabor in Stockholm an, wie aus der Urteilsbegründung des CAS hervorgeht. Ausgewertet war sie offenbar aufgrund von Coronafällen bei den Kontrolleuren aber erst am 8. Februar - einen Tag nach dem Sieg des Russischen Olympischen Komitees um Valieva im Teamwettbewerb.
Nach einigem juristischen Hickhack und Einsprüchen unter anderem des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA erteilte der CAS Valieva am Montag die Starterlaubnis unter Vorbehalt für die Einzelkonkurrenz. Das Kurzprogramm am Dienstag beendete Valieva noch auf Rang eins, nach einer Kür am Donnerstag mit zahlreichen Patzern fiel sie aber auf Rang vier zurück.
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(SID)
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