Olympia 2026 - Eiskunstlauf: Ilia Malinin leidet in Chaos-Finale - Favoritensterben in der Kür von Mailand verblüfft
Update 14/02/2026 um 11:44 GMT+1 Uhr
Das Gold-Desaster rund um Ilia Malinin in der Einzel-Kür der Eiskunstläufer bei Olympia 2026 in Mailand hat hohe Wellen geschlagen. "Ich habe es vermasselt", meinte der US-Amerikaner, der für seinen mentalen Einbruch eine interessante Erklärung parat hatte. Doch Malinin sorgte nicht für den einzigen Sturz: Auf dem Eis spielte sich ein Chaos-Finale ab - das sogar zwei Märchen bieten konnte.
Riesenschock in der Kür! Superstar Malinin stürzt völlig ab
Quelle: Eurosport
Der selbsternannte Vierfach-Gott - er ist also doch noch menschlich.
Gleich zweimal kam Ilia Malinin in der Kür des olympischen Einzels zu Sturz, aus seinem geplanten Vierfach-Axel - dem Königssprung - wurde lediglich ein einfacher. Von Platz eins ging es runter auf acht.
Ein Desaster - nicht mehr, nicht weniger. Das wusste der haushohe Favorit auch selbst. "Wenn ich ehrlich bin: Mir fehlen die Worte", sagte Malinin niedergeschlagen im Interview bei Eurosport. "Ich stehe unter Schock."
Innerhalb weniger Augenblicke zerplatzte in der Milano Ice Arena ein Traum, das Scheitern des hochbegabten 21-Jährigen ließ den Zuschauern vor Ort den Atem stocken. "Ich habe mich so bereit gefühlt, als ich aufs Eis gegangen bin. Vielleicht war ich zu überzeugt davon, dass es gut laufen würde."
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Highlights: Malinin schenkt Gold her - Sensation auf dem Eis
Quelle: Eurosport
Malinin: "Ich habe es vermasselt"
So wie seine Beobachter konnte es auch der US-Amerikaner selbst nicht fassen. "Ich habe es vermasselt." Er versuche zu verstehen, "was genau passiert ist, aber ich weiß, dass es vorbei ist und ich das Ergebnis nicht mehr ändern kann", ergänzte Malinin wenig später gegenüber den Medien.
Kurz dem Start seiner Kür übermannte ihn schließlich der immense Druck: "Mein Leben war voller Höhen und Tiefen, und kurz bevor es losging, spürte ich, wie all diese Erfahrungen, Erinnerungen und Gedanken auf mich einstürmten. Es war einfach überwältigend. Ich wusste in diesem Moment nicht wirklich, wie ich damit umgehen sollte."
Eine mögliche Antwort auf die Frage nach dem "Warum" gab der 21-Jährige jedoch wenige Momente nach seinem misslungenen Auftritt selbst.
Laut einem Bericht von "NBC News" haben Mikrofone nahe der "Kiss and Cry"-Zone aufgezeichnet, wie Malinin behauptete, dass ihm die folgenschweren Fehler niemals unterlaufen wären, wenn er bei den Winterspielen 2022 in Peking sein olympisches Debüt gefeiert hätte.
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Ilia Malinin erlebt Desaster in der Kür
Fotocredit: Getty Images
Seine Aussagen in einem weiteren offiziellen Interview füttern diese These. "Ich denke, es war definitiv mental", unterstrich er gegenüber "NBC News" und ergänzte vielsagend: "Zum ersten Mal diese olympische Atmosphäre zu erleben, ist verrückt. Es ist wirklich anders."
Mit einer vorangegangenen Teilnahme wäre er wohl etwas lockerer in das Abenteuer in Norditalien gestartet. Für die Zukunft will der Superstar der Szene aber aus diesem Erlebnis seine Schlüsse ziehen. "Man muss das, was passiert ist, oder das, was man daraus gelernt hat, akzeptieren und einfach ändern oder entscheiden, was man für die Zukunft tun möchte und wie man die Dinge angehen will."
Immerhin: Malinin war nicht der einzige hochgehandelte Eiskunstläufer, dem seine Vorstellung missriet. Die Kür der Herren in Mailand avancierte nämlich zum Chaos-Finale schlechthin.
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Malinin nach Kür-Desaster: "Ich bin sprachlos - bin so geschockt"
Quelle: Eurosport
Nicht nur Malinin: Viele Stürze in der Kür
Während die Stürze und das verpasste Gold von Malinin selbstverständlich die Schlagzeilen beherrschen, muss auch darauf hingewiesen werden, dass die gesamte Kür überflutet von Fehlern und Aussetzern war.
Da wäre einmal der Franzose Adam Siao Him Fa, der mit einem äußerst wackeligen Auftritt nach Platz drei im Kurzprogramm noch Bronze vergab und auf Rang sieben abrutschte. Lokalmatador Daniel Grassl musste seine Träume von Edelmetall nach einem schweren Patzer ebenso begraben und fiel von Rang vier auf neun zurück.
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Kagiyama stürzt, lässt Federn und holt trotzdem Silber
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Der Japaner Yuma Kagiyama, vor vier Jahren bereits auf Platz zwei, lieferte alles andere als einen sauberen Vortrag ab - rettete aber mit viel Glück Silber über die Ziellinie.
Aufgrund dieser Dynamiken wurden aber erst jene Aufholjagden möglich, welche in diesem chaotischen Showdown noch für zwei besondere Märchen sorgen sollten.
Shaidorov: 2018 wäre es nur Platz sechs geworden
"Feuervogel" Shun Sato katapultierte sich von Platz neun zu Bronze, Mikhail Shaidorov aus Kasachstan zauberte nach Rang fünf im Kurzprogramm indes die beste Kür ins Eis (198,64 Punkte) und feierte die Gold-Sensation.
Doch auch der neue Olympiasieger fühlte mit dem gefallenen Favoriten: "Das war sehr überraschend. Er ist sehr wichtig für den Eiskunstlauf. Er ist der beste Eiskunstläufer der Geschichte." Er habe Malinin die Daumen gedrückt. "Aber dann hat er angefangen, Fehler zu machen. Das hat mich sehr überrascht, weil er selten Fehler macht, aber ich habe trotzdem versucht, ihn zu unterstützen."
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Der Feuervogel: Shun Sato nicht perfekt, aber mit Bronze
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Passend zum beispiellosen Favoritensterben: Bei den Winterspielen 2022 in Peking und 2018 in Pyeongchang wäre Shaidorov mit seiner Gesamtpunktzahl von 291,58 nicht auf dem Podest gelandet. Vor acht Jahren hätte er sich gar mit Platz sechs abfinden müssen.
Das dürfte dem frischgebackenen Olympiasieger aber herzlichst egal sein.
Malinin, auch das sei noch gesagt, zeigte an einem denkwürdigen Abend in Mailand nur die 15.-beste Kür und gratulierte am Ende Shaidorov nach einem starken Auftritt zu Gold. "Du hast es verdient", seien die Worte des Superstars an ihn gewesen, verriet der Kasache nach dem größten Coup seiner Karriere.
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Die Gold-Kür von Mailand: Shaidorov schafft die Sensation
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