Eiskunstlauf bei Olympia 2018: Kanada holt Gold im Teamwettbewerb

Kanadas Eiskunstlauf-Team hat sich bei Olympia 2018 Gold gesichert. Die Kanadier, die bereits nach dem Sieg von Patrick Chan in der Herren-Kür und dem dritten Platz von Gabrielle Daleman in der Frauen-Kür uneinholbar in Führung lagen, kamen nach der Eistanz-Kür von Tessa Virtue und Scott Moir auf 73 Punkte. Silber ging an die Athleten aus Russland (66), Bronze sicherte sich die USA mit 62 Punkten.

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Bei der olympischen Premiere des Mannschafts-Wettbewerbs 2014 in Sotschi waren die Kanadier Zweiter hinter Russland und vor den USA geworden.
In Pyeongchang dominierten die Kanadier sowohl im Kurzprogramm als auch in der Kür.
Der Triumph der "Ahornblätter" war ein in dieser Art und Weise nicht erwarteter Start-Ziel-Sieg. Vom ersten Kurzprogramm an dominierten sie den Wettbewerb und bauten ihren Vorsprung konsequent aus.

Favoriten schonen ihre Stars

Anders als ihre Rivalen setzten sie auch in dem noch recht neuen olympischen Wettbewerb auf Teamgeist, keiner der Topstars schonte sich für die am Mittwoch beginnenden traditionellen Einzel-Konkurrenzen. So gingen auch die ehemaligen Weltmeister Patrick Chan, Tessa Virtue und Scott Moir (Eistanz) sowie Meagan Duhamel und Eric Radford (Paarlauf) auf das Eis.
Bei den Japanern hingegen fehlte beispielsweise Olympiasieger Yuzuru Hanyu komplett, Weltmeisterin Jewgenija Medwedejewa bestritt für die Olympischen Athleten aus Russland nur das Kurzprogramm. Ohne die Eistanz-Weltmeister Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron war Frankreich nicht einmal die Qualifikation für die Medaillenentscheidung gelungen.

Deutschland bereits in der Quali gescheitert

Unter den Augen von Altkanzler Gerhardt Schröder hatte die Mannschaft der Deutschen Eislauf-Union bereits am Sonntag nach den Kurzprogrammen Rang sieben belegt. Das DEU-Team verpasste damit die Qualifikation für das Kürfinale, verbesserte sich aber immerhin gegenüber Sotschi 2014 um eine Position.
"Daran gemessen, dass sieben unserer acht Sportler Olympianeulinge sind, war das ein ordentliches Ergebnis", analysierte Sportdirektor Udo Dönsdorf. Da auch das Endkampfkriterium (Rang acht) erfüllt wurde, scheint eine solide finanzielle Förderung des Verbandes bis 2022 gesichert.
Nach einem Ruhetag am Dienstag werden die olympischen Eiskunstlauf-Wettbewerbe am Mittwoch (02.00 Uhr MEZ) mit dem Kurzprogramm der Paare fortgesetzt. Deutsche Starter sind die Oberstdorfer Vize-Weltmeister Aljona Savchenko und Bruno Massot sowie die Berliner Annika Hocke mit Ruben Blommaert aus Oberstdorf.
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