Kamila Valieva: Ermittlungen der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA abgeschlossen - Ergebnisse in Kürze

Die Ermittlungen gegen die Eiskunstläuferin Kamila Valieva, die bei den Olympischen Spielen in Peking wegen eines positiven Dopingtests aus dem Dezember 2021 für Schlagzeilen gesorgt hatte, wurden inzwischen von der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA abgeschlossen. Für den Herbst sind offenbar Disziplinaranhörungen geplant. Dann sollen die Ergebnisse der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden.

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Quelle: Eurosport

Die junge Russin hatte in Peking zunächst Gold im Team-Event gewonnen. Kurz darauf wurde ein positiver Test vom 25. Dezember öffentlich gemacht. In einer Urinprobe der damals 15-Jährigen war das verbotene Mittel Trimetazidin entdeckt worden.
Die Valieva-Seite erläuterte in einer zweifelhaften Erklärung, die junge Sportlerin habe unabsichtlichen Kontakt mit der Substanz gehabt: Sie verbringe viel Zeit mit ihrem Großvater, der das Medikament einnehme.
Der Internationale Sportgerichtshof CAS entschied, Valieva im Einzel starten zu lassen, da eine Sperre bei der Teenagerin womöglich einen "irreparablen Schaden" hervorgerufen hätte.
Valieva erlebte allerdings ein sportliches und tränenreiches Desaster: In der Kür stürzte die Russin mehrfach und landete am Ende nur auf Rang vier. Die gefühlskalte Reaktion ihrer Trainerin ging danach um die Welt und sorgte für Kritik, unter anderem von IOC-Boss Thomas Bach und Aljona Savchenko, Paarlauf-Olympiasiegerin von 2018.
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Quelle: Eurosport

Endgültige Entscheidung vermutlich vor dem CAS

Travis Tygart, Chef der US-Anti-Doping-Agentur, teilte bei "USA Today Sports" seine Einschätzung zu der neuen Entwicklung mit: "Da die Ermittlungen der RUSADA anscheinend abgeschlossen sind und der Fall nun vor Gericht landet, müssen sie genügend Beweise für einen Verstoß gefunden haben, sonst wäre der Fall abgeschlossen und die WADA wäre über ihr Recht zu einem Einspruch informiert worden." Allerdings ist davon auszugehen, dass unabhängig vom Ausgang der Disziplinaranhörungen der CAS eingeschaltet werden dürfte.
Entweder legt Valieva gegen einen Schuldspruch Berufung ein oder die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA gegen einen Freispruch. Erst danach wird es wohl eine Entscheidung geben, ob das russische Team, das im Moment von internationalen Wettbewerben aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ausgeschlossen ist, die Team-Goldmedaille behalten darf.
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Nach Sturz-Kür: Trainerin stellt Valieva zur Rede

Quelle: Eurosport

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