Olympia 2022 - Erin Jackson krönt sich zur Olympiasiegerin im Eisschnelllauf - Teilnahme nur dank Teamkollegin

Olympia 2022: Es ist der Tag ihrer sportlichen Karriere: Die US-Amerikanerin Erin Jackson krönte sich bei den Winterspielen in Peking zur Olympiasiegerin im 500-m-Sprint. Doch eigentlich hatte sich die Eisschnellläuferin gar nicht für den Wettkampf qualifiziert. Ihre Teilnahme verdankte die 29-Jährige nur Teamkollegin Brittany Bowe. Die 33-Jährige verzichtete für Jackson auf ihren Startplatz.

Erin Jackson

Fotocredit: Getty Images

Bowe hatte das nationale Ausscheidungsrennen in Milwaukee im Januar gewonnen und sich somit einen von zwei Startplätzen für die USA in Peking gesichert. Die US-Rekordlerin Jackson dagegen hatte sich nach zwei Strauchlern als Dritte nicht für den 500-m-Sprint qualifiziert.
Doch Bowe ließ der Afroamerikanerin den Vortritt: "Erin verdient es, zum 500-m-Team zu gehören. Nach ihrem unglücklichen Ausrutscher wusste ich sofort, dass ich eine Entscheidung treffen musste, sie kann meinen Platz haben", hatte die Bronzemedaillengewinnerin von 2018 zwei Tage nach dem Ausscheidungswettbewerb gegenüber dem amerikanischen Sender "NBC" erklärt.
"Es geht um das Team USA. Erin hat die Spritzigkeit, eine Medaille mit nach Hause zu bringen, hoffentlich eine goldene", fügte Bowe an. Die Hoffnung erfüllte sich nun.
Nach vier Siegen reiste Jackson als Weltcupführende und Top-Favoritin in dieser Disziplin in das National Speed Skating Oval - und wurde ihrer Rolle gerecht. Die 29-Jährige setzte sich im National Speed Skating Oval in 37,04 Sekunden mit acht Hundertsteln Vorsprung vor Miho Takagi (37,12) durch.
"Ich wünschte, ich könnte beschreiben, wie ich mich fühle", sagte Jackson. "Es ist unglaublich. Diese Medaille bedeutet mir so viel", so die Olympiasiegerin.
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Brittany Bowe (r.) gibt Startplatz an Jackson (l.) ab

Fotocredit: SID

Bowe freut sich mit Jackson

Und auch Freundin Bowe, der Jackson den Triumph zu verdanken hat, freute sich über die Goldmedaille. "Ich glaube, mir wurde ein wenig schwarz vor Augen. Ich habe so laut geschrien, ich wäre beinahe ohnmächtig geworden", erzählte die Teamkollegin.
Der Sieg von Jackson birgt zudem eine weitere Besonderheit: 2018 in Pyeongchang war sie als erste Afroamerikanerin im Eisschnelllauf für die USA angetreten. Nun ist Jackson zudem die erste schwarze Frau, die eine Einzel-Goldmedaille bei Olympischen Winterspielen gewinnen konnte, wie der "Guardian" berichtet.
"Ich hoffe, dass das einen Effekt hat", wünschte sich Jackson nach ihrer Triumphfahrt und ergänzte: "Hoffentlich sehen wir mehr Minderheiten, insbesondere in den USA, die rausgehen und Wintersport ausprobieren. Ich hoffe nur, ein gutes Beispiel zu sein."
"Es war eine Achterbahnfahrt", sagte Jackson abschließend über ihre Reise nach Peking. "Da war Glück, Stress, Glück. Es war eine wilde Reise, aber diese Goldmedaille macht es noch süßer."
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Kurios: US-Eisschnellläufer kracht beim Jubeln in die Bande

Quelle: Eurosport

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