Olympia 2026 - Eisschnelllauf: Anni Friesinger-Postma exklusiv nach 1500 Metern - "Finn Sonnekalb steht Zukunft offen"

Finn Sonnekalb hat eine erhoffte Topplatzierung über 1500 Meter bei Olympia in Mailand klar verpasst. Eurosport-Expertin Anni Friesinger-Postma ordnete das Rennen im Gespräch mit Birgit Nössing und Fabian Hambüchen bei "Forza FaBi" ein. Eine Krankheit im Vorfeld warf den 18-Jährigen ein wenig zurück und auch mit seinem Duell-Partner Sander Eitrem hatte Sonnekalb etwas Pech, erklärt die Insiderin.

Friesinger bei Forza FaBi: "Leerdam ist ein wahrer Champion"

Quelle: Eurosport

"Die Paare, die richtig abgeliefert haben, waren ungefähr gleichwertig - das war bei Finn so nicht der Fall", sagte Friesinger-Postma. "Er hatte mit Eitrem einen Läufer, der sehr viel Ausdauer hat. Er musste komplett alleine laufen und erst auf den letzten hundert Metern kam der Norweger heran. Auch die Erkältung kostete ihn viel Energie, dazu der Druck - ich hätte es ihm wirklich gegönnt."
Sonnekalb landete auf dem 13. Platz, zur Bronzemedaille fehlten ihm am Ende fast drei Sekunden. Sein Laufpartner Eitrem zog im Duell auf der Zielgeraden vorbei und wurde Neunter. Die Protagonisten aber waren in Mailand andere.
Jordan Stolz, der in den vergangenen beiden Jahren über diese Distanz alles gewann, was es zu gewinnen gab, verlor die Goldmedaille gegen den Chinesen Ning Zhongyan, der in 1:41,98 Minuten einen neuen olympischen Rekord aufstellte.
"Wir hatten alle Stolz schon automatisch auf die Eins gesetzt", sagte Friesinger-Postma. "Aber es kam ganz anders, das sind die Olympischen Spiele. Es war super spannend und wir haben wieder mehrere olympische Rekorde gesehen. Für Zhongyan ist dieser Sieg über Stolz besonders süß, er ist das Rennen seines Lebens gelaufen."
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Sensation: Topfavorit Stolz verpasst den dritten Olympiasieg

Quelle: Eurosport

Friesinger-Postma: "Sonnekalb muss gesund bleiben"

Für Stolz blieb "nur" die Sibermedaille. "Er musste eigentlich nur abrufen, was er sonst auch macht", sagte Friesinger-Postma. "Aber es ging nicht, er war zu verkrampft. Vielleicht war es auch der Druck nach seinen beiden Goldmedaillen. Man muss Interviews geben, zur Dopingkontrolle gehen, vielleicht war seine Batterie auch einfach leer."
Sonnekalb hatte bei seinen ersten Olympischen Spielen etwas Lehrgeld zahlen müssen. Friesinger-Postma blickt voraus: "Er ist drei Jahre jünger als Stolz, erst 18 Jahre alt. Seine Zeit wird noch kommen. Er kann noch in diesem Jahr bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Innzell Gas geben und Medaillen gewinnen, das Jahr mit Olympia genießen. Und in vier Jahren ist er auch erst 22 Jahre alt - Sonnekalb steht die gesamte Eisschnelllauf-Zukunft offen."
Die Gegenwart wird vor allem auch von speziellen Anzügen bestimmt, die auch bei den Olympischen Spielen zu Medaillengaranten wurden. "Es ist verdächtig", sagte Friesinger-Postma mit einem Augenzwinkern. "Die Italiener, Niederländer und Kanadier haben diesen Anzug. Wenn dieser Anzug im Windkanal die besten Ergebnisse einfährt, dann ist das vielleicht auch mental ein Vorteil. Dieser Anzug ist aktuell eben das Nonplusultra - es geht auch in unserem Sport immer weiter."
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Sonnekalb muss über 1500 m kämpfen - und verpasst Top Ten

Quelle: Eurosport


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