Überstrahlt wurde das Frauen-Rennen von zwei Weltrekorden. Nur kurz durfte sich die dreimalige Olympiasiegerin Martina Sablikova über die Bestmarke freuen. Nachdem die 32 Jahre alte Tschechin, die am Donnerstag über die 3000 m triumphiert hatte, im vierten Paar ihre im Vorjahr in Calgary erzielte Bestmarke (6:42,01) auf 6:41,18 geschraubt hatte, schlug im sechsten und letzten Paar die Stunde von Natalia Woronina. Die Russin wurde nach ihrem Fabellauf in 6:39,02 Minuten gestoppt. Damit war sie nochmals 2,16 Sekunden schneller als Sablikova, der damit nur Silber vor der Niederländerin Esmee Visser (6:46,68) blieb.
Der dritte Weltrekord des Tages ging auf das Konto des ehemaligen Dopingsünders Pawel Kulischnikow. Der 25-jährige Russe, der 2012 für zwei Jahre gesperrt worden war, lief über die 1000 m in 1:05,69 Minuten zum Gold und verbesserte dabei die alte Marke des niederländischen Olympiasiegers Kjeld Nuis um 49 Hundertstelsekunden. Nico Ihle (Chemnitz) lief als Bester eines deutschen Trios in der persönlichen Saisonbestzeit von 1:07,10 Minuten auf Platz sieben. 34 Hundertstel fehlten Ihle zum Sprung aufs Treppchen.

Beckert holte am Donnerstag erste Medaille für Deutschland

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Claudia Pechstein war über die 5000 m die einzige Starterin der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), die sich am Freitag über die erste Medaille freuen durfte. Über 10.000 m der Männer hatte der 29 Jahre alte Erfurter Patrick Beckert Bronze gewonnen.
Bei ihrem 19. Start bei einer Einzelstrecken-WM war Pechstein auf ihrer Nebenstrecke 3000 m am Donnerstag Elfte geworden. Auf der längsten Distanz ging Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin im ersten Paar gegen die Norwegerin Sofie Karoline Haugen aufs Eis und schob sich in diesem Duell auf der letzten Runde noch an ihrer Kontrahentin vorbei. Bei den Winterspielen vor 18 Jahren hatte Pechstein in der damaligen Weltrekordzeit von 6:46,91 Minuten Gold gewonnen.
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(SID)

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