Lokalmatador Ricardo Moura (Ford) wurde abgeschlagen Dritter. Der vierte Lauf der Rallye-Europameisterschaft 2015 war auch gleichzeitig die erste Schotter-Rallye des Jahres. Die beiden Etappen über insgesamt 226,67 Prüfungskilometer standen ganz im Zeichen des Duells Breen gegen Kajetanowicz und somit dem Zweikampf um die EM-Führung. Mehrmals wechselte die Spitze. Breen stellte insgesamt elf Bestzeiten auf, Kajetanowicz nur vier. Kleine Fehler und die Reifenwahl - der Peugeot war mit Michelin und der Ford mit Pirelli-Reifen ausgerüstet - machten den Unterschied aus.
Breen drehte sich am Freitag in der Vulkan-Stage "Sete Cidades 1" und verlor die Führung an Kajetanowicz, die er sich mit einer Serie von Bestzeiten zurückholen konnte. Zu Beginn der zweiten Etappe führte der Nordire nur 2,3 Sekunden vor dem Polen. Am Samstagvormittag büßte Kajetanowicz aufgrund einer falschen Reifenwahl rund zehn Sekunden ein und die Vorentscheidung war gefallen.
Kajetanowicz akzeptiert Niederlage
Rally Azoren
Breen geht mit Polster in die letzten Prüfungen
06/06/2015 AM 16:16
In den letzten drei Prüfungen konnte Breen den Sieg nach Hause fahren. Kajetanowicz konnte keinen Angriff setzen und hatte nach WP17 im Ziel 1:02.1 Minuten Rückstand. Mit dem Sieg baute Breen auch seinen Vorsprung in der EM-Gesamtwertung aus. "Ich hatte bei dieser Rallye nur den Sieg im Visier. Ich habe dieses zusätzliche Jahr, um zu zeigen, dass ich in diesem Sport weiterkommen kann", sagt Breen im Ziel.
"Scott (Martin, Co-Pilot; Anm. d. Red.) und ich arbeiten sehr gut. Wir waren an diesem Wochenende schnell, wenn es nötig war, und wir waren clever, als es notwendig war." Mit seinem dritten Sieg in Folge ist Breen nun der Favorit auf den EM-Titel. Kajetanowicz sah seine Niederlage gelassen, denn er fuhr zum ersten Mal auf den Azoren. "Es sind gute Punkte", sagt der Pole zu Platz zwei. "Es war eine gute Rallye für uns, aber nicht fantastisch. Die Reifenwahl war mein Fehler, aber das kann passieren. Gratulation an Craig!"
Moura in der Heimat nur dritter
Die weiteren Fahrer im ERC-Feld verkamen zu Statisten. Der Portugiese Moura eroberte bei seinem Heimspiel mit Rang drei einen Podestplatz. Dahinter folgten Bruno Magalhaes (Peugeot) und Robert Consani als Vierter und Fünfter. Den Klassensieg in der ERC2-Wertung feierte Dominykas Butvilas mit einem Subaru Impreza WRX STI.
Bei den Junioren holte der Brite Chris Ingram (Peugeot 208 R2) letztendlich einen souveränen Sieg, nachdem im Laufe der langen ersten Etappe mehrere Nachwuchstalente um die Spitze gekämpft hatten. Das Opel-Junior-Team hatte in der Schlussphase mit technischen Problemen zu kämpfen. Emil Bergkvist rettete seinen Opel Adam R2 mit Getriebeschaden ins Ziel. Bei seinem Teamkollegen, dem Deutschen Marijan Griebel, brach eine Antriebswelle, aber auch er schaffte es ins Ziel von WP17.
Der nächste Lauf der Europameisterschaft findet vom 25. bis 27. Juni in Ypern auf Asphalt statt.
Endergebnis nach 17 Prüfungen:
01. Craig Breen (Peugeot 208 T16) - 2:45:59.9 Stunden
02. Kajetan Kajetanowicz (Ford Fiesta R5) +1:02.1 Minuten
03. Ricardo Moura (Ford Fiesta R5) +2:14.3
04. Bruno Magalhaes (Peugeot 208 T16) +3:04.9
05. Robert Consani (Citroen DS3 R5) +5:54.2
06. Jose Pedro Fontes (Citroen DS3 R5) +6:38.8
07. Sam Moffett (Ford Fiesta RRC) +8:01.4
08. Dominykas Butvilas (Subaru Impreza WRX STI) +9:18.3
09. Charles Martin (Peugeot 208 T16) +10:55.9
10. Jaroslav Orsak (Skoda Fabia S2000) +10:55.9

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