Peugeot-Pilot Craig Breen führt 1,4 Sekunden vor Kajetan Kajetanowicz (Ford). Lokalmatador Ricardo Moura (Ford) hielt mit dem Duo mit und beendete den Tag mit 6,2 Sekunden Rückstand als Dritter. Alle weiteren ERC-Fahrer haben den Anschluss bereits verloren. Lediglich 24 gezeitete Kilometer mussten am Donnerstag gemeistert werden, aber sie gaben einen Vorgeschmack auf die nächsten beiden Tage.
Breen holte sich die Bestzeit
Los ging es mit der knapp vier Kilometer kurzen "Grupo Marques" - einer Superspecial, bei der die Fahrer paarweise gegeneinander antreten. Kajetanowicz, der in einem brandneuen Ford Fiesta R5 sitzt, markierte die Bestzeit und nahm Breen 3,0 Sekunden ab. In WP2 und WP3 drehte sich das Blatt. Die zweite Prüfung "Solucoes M" führte neben Schotter auch über kurze Asphalt-Abschnitte. Breen meisterte diese 7,23 Kilometer am schnellsten, während "Kajto" 1,2 Sekunden verlor.
Rally Azoren
Breen fährt Bestzeit im Qualifying
04/06/2015 AM 21:02
Auch Moura war noch vorne mit dabei, doch in WP3 verlor der Portugiese sechs Sekunden und den zweiten Platz der Gesamtwertung. Mit 12,88 Kilometern war "Vila Franca - Sao Bras" (WP3) auch die längste Strecke des Tages. Breen holte sich die Bestzeit und übernahm damit auch die Gesamtführung. "Ich kenne diese Straße sehr gut", sagt der Nordire, der die erste Etappe als 15. und Letzter der Topstarter in Angriff nimmt. "Trotzdem war ich einige Male neben der Ideallinie."
Kajetanowicz steht im Laufe der ersten Etappe, die am Freitag fortgesetzt wird, direkt vor Breen an der Startlinie und hat vergleichbare Straßenverhältnisse. "Es war eine unglaubliche Prüfung, wir haben die Böschung mehrmals berührt", sagt der Pole nach WP3. "Sehr rutschig, manchmal sogar extrem rutschig." Auch Moura berichtete von rutschigen Straßenverhältnissen und verlor 6,6 Sekunden auf Breen. Dadurch übernachtet der Lokalmatador als Dritter.
Schwere Bedingungen auf den Azoren
Der lose Schotter und die teilweise rutschigen Straßenverhältnisse spielen auf den Azoren, wo auch das Wetter rasch umschlagen kann, eine große Rolle. An der Spitze tobt auch ein Reifenkrieg, denn Breen fährt mit Michelin und Kajetanowicz mit Pirelli. Hinter dem Toptrio ist Josh Moffett mit einer RRC-Version des Ford Fiesta Vierter. Der Ire hat schon 24,7 Sekunden auf die Spitze verloren. Sein Bruder Sam Moffett beendete den Auftakt auf dem neunten Platz, da er als vorderer Starter einer der "Straßenfeger" ist.
Auch Bruno Magalhaes hatte kein Glück. Es gibt ein Problem mit dem Pop-Off-Ventil beim Turbomotor seines Peugeot 208 T16. Deshalb ließ die Motorleistung nach. Als Sechster fehlt Magalhaes schon eine halbe Minute auf Breen. Giacomo Costenaro (Peugeot 207 S2000) verlor ebenfalls viel Boden, da er mit dem Handling seines betagten Peugeot 207 S2000 nicht zufrieden war. Der Franzose Robert Consani ist Siebter, nachdem er in WP3 irgendwo angeschlagen hatte. Vorne war die Stoßstange seines Citroen DS3 R5 beschädigt, hinten fehlte die Stoßstange ganz.
Griebel mit beachtlicher Leistung
Bei den ERC-Junioren liegen Chris Ingram und Ralfs Sirmacis (beide Peugeot 208 R2) an der Spitze. Opel-Junior Emil Bergkvist ist mit dem Adam R2 Dritter und mit lediglich 3,4 Sekunden Rückstand in Schlagdistanz. Der deutsche Nachwuchsfahrer Marijan Griebel, ebenfalls Mitglied im Opel-Juniorteam, hat über die drei Prüfungen 17,4 Sekunden verloren. "Es war okay, aber ich habe nicht viel Erfahrung auf Schotter", hält Griebel fest. Er hält bei den Junioren den sechsten Platz.
Am Freitag wird die erste Etappe mit weiteren 100 Kilometern fortgesetzt. Es stehen zwei Schleifen zu je fünf Wertungsprüfungen auf dem Programm. Darunter befindet sich auch die Königsetappe "Sete Cidades". Mit knapp 30 Kilometern ist sie die längste Prüfung der Rallye und sorgt in jedem Jahr für spektakuläre Bilder, wenn die Straße einen erloschenen Vulkan erklimmt.
Gesamtwertung nach 3 von 17 Prüfungen (Top 10):
01. Craig Breen (Peugeot 208 T16) - 17:09.7 Minuten
02. Kajetan Kajetanowicz (Ford Fiesta R5) +1,4 Sekunden
03. Ricardo Moura (Ford Fiesta R5) +6,2
04. Josh Moffett (Ford Fiesta RRC) +24,7
05. Bruno Magalhaes (Peugeot 208 T16) +31,0
06. Jose Pedro Fontes (Citroen DS3 R5) +32,7
07. Robert Consani (Citroen DS3 R5) +38,6
08. Dominykas Butvilas (Subaru Impreza WRX STI) +42,3
09. Sam Moffett (Ford Fiesta RRC) +44,0
10. Giacomo Costenaro (Peugeot 207 S2000) +48,1
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