Gleichberechtigung der Geschlechter im Fechten
Von Beth Knox
Publiziert 28/08/2026 um 18:39 GMT+2 Uhr
Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist dem internationalen Fechtverband (FIE) seit langem ein wichtiges Anliegen. Das zeigt sich auch in der olympischen Geschichte.
Fencing FIE
Fotocredit: Getty Images
Bereits 1924 durften zum ersten Mal Fechterinnen bei Olympischen Spielen antreten, damals noch ausschließlich mit dem Florett. Als letzte Waffe bei den Frauen wurde das Säbelfechten 2004 olympisch, seit 2008 ist das olympische Programm für Männer und Frauen identisch.
Erste Weltmeisterschaften im Florettfechten der Frauen folgten schon 1929. Dann vergingen allerdings mehrere Jahrzehnte, bis auch die anderen Waffen ins WM-Programm eingegliedert wurden. 1988 gab es die erste WM für die Frauen im Degenfechten. 1999 waren schließlich auch die Säbelfechterinnen an der Reihe.
Offizielle Preisgelder durch die FIE bei Weltmeisterschaften gibt es erst seit den Titelkämpfen in Tiflis (Georgien) 2025. Davor hatte der jeweilige Austragungsort auf freiwilliger Basis Preisgelder ausgeschüttet.
Dies wurde 2025 geändert, und für die Fechterinnen und Fechter geht es nun nicht um die Teilnahme und mögliche Medaillen, sondern auch darum, das Bankkonto aufstocken zu können. Dabei ist die Verteilung des Preisgeldes für Frauen und Männer genau gleich.
Bei den soeben zu Ende gegangenen Titelkämpfen in Honkong (China) wurden insgesamt über eine Million US-Dollar an Preisgeld ausgeschüttet. Die frischgebackene Weltmeisterin mit dem Säbel, Larissa Eifler, darf sich wie alle Weltmeisterinnen und Weltmeister in den Einzeldisziplinen über 40.000 US-Dollar Preisgeld freuen.
Auch abseits von Großereignissen arbeitet die FIE weiter an der Geschlechtergleichberechtigung. Im Frühjahr lud die FIE 13 Trainerinnen aus 13 Ländern des FIE-Entwicklungsprogramms zum International Women’s Coaching Seminar 2026 in Rio de Janeiro ein, der zweiten Veranstaltung dieser Art.
Das siebentägige Seminar fand vom 26. März bis 1. April statt und bot den Teilnehmerinnen sowohl theoretische als auch praktische Schulungen. Sie konnten ihre Trainerkompetenzen in Degen, Florett und Säbel weiterentwickeln und zugleich ihre Führungsqualitäten stärken.
Die Trainerinnen verbrachten mehr als 40 Stunden mit gemeinsamem Lernen, unter der Anleitung von drei waffenspezialisierten Trainern sowie zehn Expertinnen, Experten und Referierenden. Die Programmpunkte reichten von Sportmedizin bis hin zum Schutz und zur Sicherheit im Sport reichten.
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