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WM: Larissa Eifler krönt sich in Hongkong zur Weltmeisterin mit dem Säbel - erstes deutsches Fecht-Gold seit 2010
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Publiziert 26/07/2026 um 17:04 GMT+2 Uhr
Säbelfechterin Larissa Eifler hat in Hongkong sensationell den WM-Titel gewonnen. Für den Deutschen Fechter-Bund endet eine lange Durststrecke. Eifler setzte sich im Finale trotz Fehlstart gegen die Französin Sara Balzer durch und wird somit zur ersten deutschen Weltmeisterin mit dem Säbel. Zuvor hatte die 27-jährige Psychologiestudentin auf dem Weg ins Finaledie gesamte Weltelite bezwungen.
Säbelfechterin Larissa Eifler hat in Hongkong den WM-Titel gewonnen
Fotocredit: Getty Images
Am Ziel ihrer Träume flog Larissa Eifler durch die Luft. Das gesamte deutsche Team war auf die Planche gestürmt, um die neue Fecht-Weltmeisterin hochleben zu lassen. Eifler ließ es geschehen, sie konnte selbst kaum glauben, was ihr gerade gelungen war. Zurück auf dem goldenen Boden in Hongkong, versuchte sie, ihr Glück in Worte zu fassen.
"Ich bin überwältigt. Das ist noch nicht glaubwürdig, aber ein richtig geiles Gefühl", sagte Eifler nach dem 15:10 im Finale über die französische Olympiazweite Sara Balzer und fügte hinzu: "Ich hatte immer das Gefühl, dass ich unterschätzt werde und dass ich irgendwie mein Potenzial so oft nicht abrufen konnte. Jetzt fühlt es sich nach den vielen Jahren harter Arbeit einfach wie eine großartige Belohnung an."
Für die bedurfte es eines Comebacks: Nach einem Fehlstart hatte Eifler gegen Balzer bereits mit 0:5 zurückgelegen, doch an diesem Traumtag konnte sie niemand aufhalten. "Ich habe versucht zu atmen, mir Zeit zu nehmen und habe mir gesagt: Bleib positiv", sagte die 27 Jahre alte Psychologiestudentin aus Köln. Wie ihr das gelungen war? "Keine Ahnung, ich wollte einfach nur jeden Punkt genießen", antwortete Eifler. Sie habe sich gesagt: "Genieße es zu fechten. Und vertraue Dir selbst!"
Schon auf ihrem Weg ins Finale hatte die Sportsoldatin die gesamte Weltelite bezwungen. Darunter: die französische Olympiasiegerin Manin Apithy, die Mannschafts-Olympiazweite Choin Sebin aus Südkorea und die zweimalige Team-Weltmeisterin Sugar Katinka Battai aus Ungarn. Doch ihr Meisterstück gelang Eifler, als es um Gold ging.
Eifler wird in Hongkong zur ersten deutschen Weltmeisterin mit dem Säbel
"Dass Larissa sehr gut fechten kann, wussten wir schon lange. Heute hat sie das mit einer unfassbar guten mentalen Einstellung kombiniert. Wir sind alle sehr stolz auf sie und ihr Trainerteam", sagte Sportdirektor Tobias Kirch. Sein Dank galt den Coaches Vilmoz Szabo und Marius Galatanu sowie "der gesamten Trainingsgruppe am Bundesstützpunkt in Dormagen".
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Säbelfechterin Larissa Eifler hat in Hongkong den WM-Titel gewonnen
Fotocredit: Getty Images
Mit dem Sieg über Balzer beendete Eifler eine lange Durststrecke des einst so erfolgsverwöhnten Deutschen Fechter-Bundes (DFeB). 2007 hatte Britta Heidemann, später auch Olympiasiegerin, mit dem Degen WM-Gold gewonnen, 2010 Peter Joppich den letzten seiner drei Titel mit dem Florett. Eine deutsche Weltmeisterin mit dem Säbel hatte es bis Sonntag noch nie gegeben.
Für Eifler ist die Medaille von Hongkong die Bestätigung ihrer jahrelangen harten Arbeit, für das deutsche Fechten ein Meilenstein beim Neuaufbau nach schwierigen Jahren in Richtung der Olympischen Spiele 2028. Bei den Europameisterschaften im französischen Antony hatte das DFeB-Team zuletzt Degen-Silber durch Alexandra Ehler und Bronze bei den Florett-Männern geholt. Doch dieses WM-Gold stellt alles andere in den Schatten.
Eifler, die aus Alsfeld in Hessen stammt, zog für ihre Fechtkarriere früh ins Rheinland. Ihr Abitur machte sie am Internat Knechtsteden in Dormagen, in der Fecht-Hochburg kämpfte sie sich in die deutsche und europäische Spitze. Doch sie hatte auch Rückschläge zu verkraften. Nach der verpassten Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024 in Paris zog sie sich für ein halbes Jahr aus dem Wettkampfsport zurück.
Das mentale Tief hat Eifler hinter sich gelassen. "Mein Ziel ist es, irgendwann eine Medaille mit nach Hause zu nehmen, aber mich nicht darauf zu versteifen", sagte sie noch im Herbst 2025. Nicht einmal ein Jahr später hat sie sich ihren Traum erfüllt, für den Abend in Hongkong kündigte Eifler daher eine standesgemäße Feier mit der gesamten Mannschaft an. "Ich habe das beste Team, danke euch für die Unterstützung!"
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(SID)
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Quelle: Federation internationale d'escrime
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