Mai 1967: Lorenzo Bandinis tragischer Unfall in Monaco

Es war einer jener fatalen Feuerunfälle, die es in der Formel 1 der 1960er und 1970er Jahre viel zu oft gab. Beim Großen Preis von Monaco am 7. Mai 1967 jagte der Italiener Lorenzo Bandini in seinem Ferrari den führenden Neuseeländer Denny Hulme im Brabham durch die engen Straßenschluchten des Fürstentums. Die Hatz durch Monte Carlo endete für Bandini in einer Tragödie. Am 10. Mai verstirbt er.

Fotocredit: Getty Images

Bereits in der zweiten Runde des Großen Preises von Monaco hatte Lorenzo Bandinis Ferrari die Leitplanke touchiert, Chronisten berichteten später, er sei danach auf seiner eigenen Ölspur um den Kurs gerutscht.
In der 82. Runde hielt Bandini sein Auto nicht mehr, der Ferrari touchierte eingangs der Hafenschikane mit dem linken Hinterrad die Leitplanke, schleuderte gegen einen mit Strohballen abgedeckten Poller und ging sofort in Flammen auf.
Die aufgeschreckten Streckenposten näherten sich den lodernden Flammen mit ihren kleinen Feuerlöschern, die so gut wie keine Wirkung entfalteten. Zu allem Überfluss kreiste über der Unfallstelle ein Hubschrauber, dessen Rotorblätter das Feuer immer wieder neu entfachten.

Bandini sitzt drei Minuten im brennenden Boliden

Drei endlos lange Minuten saß der 31-jährige Bandini im Feuer, 70 Prozent seiner Haut verbrannten, dazu hatte er etliche Knochenbrüche erlitten. Drei Tage lang kämpften die Ärzte im Krankenhaus um sein Leben, dann verloren sie ihn.
Für den Grand Prix in Monaco hatte der Unfall Folgen. Die ursprüngliche Renndistanz wurde ab 1968 von 100 auf maximal 80 Runden verkürzt. Denny Hulme gewann das schicksalsträchtige Rennen 1967 und wurde im selben Jahr Weltmeister. Er starb am 4. Oktober 1992, als er während eines Tourenwagenrennens in Australien am Steuer einen Herzinfarkt erlitt.
(SID)
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