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GP von Ungarn: Ferrari-Teamchef Vasseur schätzt Siegchancen auf dem Hungaroring ein - warum er vorsichtig bleibt
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Publiziert 23/07/2026 um 11:05 GMT+2 Uhr
Ferrari reist voller Zuversicht nach Ungarn: Warum Teamchef Frederic Vasseur aber warnt - und was Charles Leclerc und Lewis Hamilton vor dem Budapest-Rennen sagen. Kann Ferrari beim Großen Preis von Ungarn wieder um den Sieg mitfahren? Nachdem der SF-26 in Silverstone und Belgien "besser als erwartet" funktioniert hatte, gibt es vor dem Rennen auf dem Hungaroring berechtigten Grund zur Hoffnung.
Den Ferrari-Piloten Lewis Hamilton und Charles Leclerc werden für den Grand Prix von Ungarn gute Chancen ausgerechnet
Fotocredit: Getty Images
Denn auf dem Papier sollte der Kurs vor den Toren Budapests den Eigenschaften des SF-26 entgegenkommen: langsame Kurven, wenige Geraden und ein deutlich geringerer Einfluss der Power-Unit. Deshalb ist die gut vier Kilometer lange Strecke "leicht vorteilhaft für uns", meint Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur.
"Aber das Ergebnis hängt von einer guten Ausführung ab: Wir müssen gute Arbeit leisten und voll konzentriert sein. Wir dürfen nicht denken, dass es ein einfacher Trip wird - wir wissen, dass es das nicht sein wird. Wir müssen weiterhin so gut arbeiten wie in den letzten zwei Wochen, oder vielleicht sogar noch besser."
Was Ferrari also gelingen muss, damit Lewis Hamilton und Charles Leclerc am Sonntag ein Wörtchen im Kampf um den Sieg mitreden können? "Wir hoffen, beide Autos im Qualifying in eine gute Position zu bringen, um ein sauberes Wochenende ohne Fehler, mit guter Ausführung und ohne Strafen zu haben", ergänzt Vasseur.
"Denn ich wiederhole: Es ist nicht garantiert, dass man gewinnt, nur weil man der Schnellste ist." Damit spielt der Franzose auch auf den Großen Preis von Großbritannien an, bei dem Leclerc seinen ersten Saisonsieg einfahren konnte, obwohl die Scuderia eigentlich nicht das schnellste Auto hatte.
Charles Leclerc macht "einen Schritt nach vorne"
"Kimi Antonelli hatte ein hervorragendes Auto, holte aber keine Punkte", erinnert der Ferrari-Teamchef an die technischen Probleme des WM-Führenden, die einmal mehr zeigen, wie unvorhersehbar die Formel 1 im Jahr 2026 bleibt. "Deshalb dürfen wir Situationen niemals überbewerten."
Die Ferrari-Piloten schielen dennoch auf ihren zweiten Saisonsieg. "Ich bin zuversichtlich sagen zu können, dass ich einen Schritt nach vorne gemacht habe", betont Leclerc. "Ob ich schon auf dem Niveau bin, auf dem ich performen möchte? Nein, noch nicht."
"Es gibt noch Dinge am Auto, die ich fahrerisch kompensieren muss und die ich noch nicht ganz natürlich fahren kann", gibt der Monegasse zu. "Das kostet mich in manchen Rennphasen Zeit. Es gibt also noch Punkte, an denen ich arbeiten muss, um besser zu werden."
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Den Ferrari-Piloten Lewis Hamilton und Charles Leclerc werden für den Grand Prix von Ungarn gute Chancen ausgerechnet
Fotocredit: Getty Images
"Aber es war definitiv ein Schritt nach vorne, und darüber freue ich mich. Trotzdem bleibe ich bei der Herangehensweise, von Rennen zu Rennen zu denken. Denn bei diesen Autos ist es sehr schwer, darauf zu vertrauen, dass nach einem guten Rennwochenende auch das nächste gut läuft."
Es komme auf "viele kleine Details" an, meint Leclerc. "Und auch fahrerisch ist es nie selbstverständlich, dass man von einer Runde zur nächsten denselben Energieeinsatz hinbekommt. Das ist vielleicht der frustrierendste Aspekt dieser Autos."
Deshalb will der Silverstone-Sieger auch keine Prognose für das bevorstehende Wochenende in Ungarn abgeben. "Wissen werden wir es erst, wenn wir dort sind. Ich denke, es ist wieder einmal sehr schwierig, das Leistungsniveau aller Teams vorherzusagen."
Ferrari muss "einfach die Hausaufgaben machen"
Dabei erinnert Leclerc an den Großen Preis von Monaco, als dem SF-26 ebenfalls eine starke Performance vorausgesagt worden war, sich diese Erwartungen am Ende jedoch nicht erfüllten. "Deshalb müssen wir vorsichtig bleiben. Wir müssen einfach unsere Hausaufgaben machen, so wie auf jeder anderen Strecke auch."
"Was wir an den vergangenen beiden Wochenenden besonders gut gemacht haben, war sicherzustellen, dass wir das Maximum aus unserem Paket herausholen. Genau diese Mentalität sollten wir auch für Budapest beibehalten - ohne uns von irgendwelchen Erwartungen leiten zu lassen."
Teamkollege Lewis Hamilton, für den das Wochenende in Belgien eher enttäuschend verlief, blickt ebenfalls optimistisch auf den Ungarn-Grand-Prix. "Ich denke, das Team trifft bei der Strategie großartige Entscheidungen, und insgesamt haben wir uns in unserer Arbeitsweise an den Rennwochenenden deutlich gesteigert."
Der aktuelle SF-26 habe sich in den vergangenen Wochen "in die richtige Richtung entwickelt", bestätigt der Brite, der mit Prognosen für Ungarn vorsichtig bleibt. "Ich muss alles richtig machen und sicherstellen, dass ich die Leistung abrufe, von der ich weiß, dass ich sie bringen kann."
Sollte Hamilton dieser Schritt gelingen, könnte Ferrari für die Konkurrenz tatsächlich zum Maßstab werden. "Ich denke, in Ungarn und in den Niederlanden werden wir Ferrari wahrscheinlich wieder als das schnellste Auto sehen", befürchtet McLaren-Teamchef Andrea Stella. "Sie werden in den Kurven extrem konkurrenzfähig sein."
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Leclerc beendet Durststrecke in Silverstone
Quelle: Perform
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