Formel 1: Abschied von Sergio Pérez bei Red Bull nicht in Stein gemeißelt - Helmut Marko macht Mexikaner Mut

Wer wird 2025 Teamkollege von Max Verstappen? Eine Frage, die in Expertenkreisen in der Formel 1 dieser Tage oft diskutiert wird - und eine Fragestellung, die impliziert: Sergio Pérez wird es vermutlich nicht sein. Sein Vertrag läuft zwar zum Saisonende aus, so aussichtslos wie zuletzt angenommen scheint Pérez' Situation aber nicht zu sein. Für Helmut Marko ist nichts in Stein gemeißelt.

Sergio Pérez von Red Bull

Fotocredit: Getty Images

Ist der Abschied von Sergio Pérez wirklich schon so gut wie beschlossene Sache, wie das von manchen Medien dargestellt wird? Denn es gibt auch die Pro-Argumente: Was für ein herausragender "Wingman" er Verstappen sein kann, das hat er zum Beispiel in Abi Dhabi 2021 bewiesen.
Und seit Daniel Ricciardo gab es keinen mehr, der Verstappen bei Red Bull auch nur annähernd so nahe kam wie Pérez.
Für Helmut Marko ist jedenfalls nicht in Stein gemeißelt, dass Pérez am Saisonende seine Koffer packen muss: "Er hat für 2024 noch einen Vertrag. Es liegt an ihm. Wenn er in ähnlicher Form, wie er die letzten Rennen abgeschlossen hat, fährt, dann kann man ohne Weiteres über eine weitere Verlängerung sprechen", sagte Red Bulls Motorsportkonsulent.
Dabei war gerade Marko derjenige, der die medialen Spekulationen mit angeheizt hat. Er hat die Chancen, dass der Neuseeländer Liam Lawson 2025 Formel-1-Rennen für eins der beiden Red-Bull-Teams fahren wird, öffentlich als hoch bezeichnet. Doch wo soll für Lawson ein Platz frei werden, wenn Pérez wirklich bleiben darf?

Marko vertröstet auf die Sommerpause

Über die Fahrer für 2025 werde man wahrscheinlich nicht vor August konkret nachdenken. "Nach der Sommerpause könnte man schon gewisse Überlegungen parat haben", kündigte Marko in einem Interview mit "ServusTV".
Es gilt als offenes Geheimnis, dass Marko sich Lando Norris gut als Teamkollegen von Verstappen vorstellen könnte. Der hat aber gerade seinen McLaren-Vertrag verlängert. Bleibt Ricciardo als derzeit wohl realistischste Variante auf eine etwaige Pérez-Nachfolge. "Ricciardo muss zeigen, dass er Tsunoda deutlich im Griff hat. Dann wäre er eventuell ein Kandidat", bestätigte Marko.
Als Kandidat gilt auch Alexander Albon, einst bei Red Bull an Verstappens Seite kläglich gescheitert, seither aber bei Williams zu neuer Form aufgeblüht.
Laut Informationen von "Motorsport-Total.com" würde Red Bull mit dem Thailänder gern eine Option vereinbaren, die es Red Bull ermöglichen würde, ihn 2026 (oder vielleicht sogar schon 2025) zurückzuholen.
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Alexander Albon

Fotocredit: Getty Images

Marko bestätigt Ausstiegsklausel für Verstappen

Keine Sorgen macht sich der 80-Jährige darüber, dass auch Verstappen "einen Hamilton machen" und völlig überraschend das Team wechseln könnte. Toto Wolff hat ja bereits angekündigt, dass er mit allen Kandidaten, die theoretisch für ein Mercedes-Cockpit in Frage kommen, das Gespräch suchen wird. Und Verstappen könnte aus seinem bis 2028 laufenden Red-Bull-Vertrag aussteigen.
Das hat Marko jetzt erstmals öffentlich bestätigt: "Wie in jedem Formel-1-Vertrag gibt es Klauseln, sollten gewisse Erfolgsqualitätskriterien nicht erfolgen. Die sind auch im Vertrag von Max enthalten", räumte der Österreicher ein.
Aber: Dass Verstappen mit "abstrusen Geldsummen" weggekauft werden kann, "ist für Max kein Thema, glaube ich". Problematischer wäre die Situation, wenn Red Bull "nicht in der Lage sein sollte, ihm ein siegfähiges Auto hinzustellen: Er ist als Rennfahrer natürlich am Erfolg interessiert."
"Man wird nicht jünger. Und wenn der da mit Red Bull kein Licht sehen würde und diese Kriterien zum Tragen kommen sollten, dann ist ganz klar, dass er sich auch umsieht: Wo gäbe es was Besseres?", sagte Marko.
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Quelle: Eurosport

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