Grosjean-Crash in Bahrain - Hamilton reagiert: "Ein Riesenschock"
Romain Grosjean verunglückte beim Großen Preis von Bahrain schwer, entkam dem brennenden Wrack seines Haas F1 aber nahezu unverletzt. Wie die FIA am Abend bestätigte, zog sich der Franzose lediglich Verbrennungen an beiden Händen zu. Für Ex-Weltmeister Damon Hill ist das "ein Wunder". Der spätere Sieger Lewis Hamilton fand eindringliche Worte nach dem Rennen. Die Reaktionen.
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Ein Feuerunfall in der ersten Runde des Großen Preises von Bahrain hat für eine fast 90-minütige Rennunterbrechung gesorgt.
Der Haas des Franzosen Romain Grosjean war nach einer Berührung mit dem AlphaTauri von Daniil Kvjat in die Begrenzung gecrasht, das Auto wurde dabei in zwei Teile gerissen und ging sofort in Flammen auf.
Der vordere Teil des Boliden durchschlug die Leitplanke, Grosjean selbst blieb im Monocoque offenbar relativ gut geschützt.
Mithilfe der Streckenposten kletterte der 34-Jährige nach 27 Sekunden in den Flammen aus dem Wrack und verließ die brennende Unfallstelle. Auf dem Weg zum Krankenwagen wurde er gestützt. Wie die FIA am Abend mitteilte, erlitt er lediglich leichte Verbrennungen an beiden Händen, keine Knochenbrüche. Zu weiteren Untersuchungen wurde er in ein Krankenhaus geflogen.
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Grosjean entkommt Flammenhölle: Diese Bilder schocken die Formel 1
Quelle: Eurosport
Die Reaktionen zum Grosjean-Crash:
Haas-Teamchef Günther Steiner bei "Sky": "Er ist sehr erschrocken, aber er hat nur kleinere Verbrennungen dort, wo die feuerfeste Kleidung Lücken hat. Das war Glück im Unglück, aber auch toller Einsatz von den Marshalls, die sofort da waren. (…) Er fährt nach rechts über das Vorderrad vom AlphaTauri. Ich weiß nicht, ob er ihn nicht gesehen hat, oder ob er einfach geglaubt hat, er kommt durch. Das spielt auch keine große Rolle im Moment. Es ist wichtig für mich, dass es ihm gut geht. Das hat Zeit. (…) Von dem Auto und der Leitplanke ist nichts mehr da."
Rennsieger Lewis Hamilton nach dem Rennen bei "Sky": "Das war ein Riesenschock. Ich kenne ja das Risiko, die Gefahren sind mir bewusst. Aber das zu sehen, war trotzdem erschreckend. Ich bin froh, dass der Cockpitschutz funktioniert hat, dass die Leitplanke ihm nicht den Kopf abgeschnitten hat. Das ist ein gefährlicher Sport, wir gehen hier ans Limit."
Hamilton via Twitter vor dem Restart des Rennens: "Ich bin so dankbar, dass es Romain gut geht. Wow … Das Risiko, dem wir uns aussetzen, ist kein Witz – das an all diejenigen, die vergessen, dass wir unser Leben aufs Spiel setzen für diesen Sport und das, was wir lieben. Danke an die FIA (Automobil-Weltverband, Anm. d. Red.) für die massiven Schritte, die wir unternommen haben, damit Romain da heute sicher rausgekommen ist."
Sebastian Vettel bei "Sky": "Ich habe mir die Bilder noch nicht wirklich viel angesehen, weil ich es nicht wollte. Es ist gut, dass die Autos sicherer als früher sind. Aber die Leitplanke sollte nicht so versagen, und das Auto sollte nicht so in Flammen aufgehen."
AlphaTauri-Pilot Daniil Kvyat bei "Sky": "Zunächst war ich sehr verärgert, weil er so rübergezogen ist. Ich fragte mich, was er da macht. Dann haben sich meine Gedanken aber sofort gedreht, als ich im Rückspiegel das Feuer gesehen habe. Ich habe nur gehofft, dass es ihm gut geht. Das hat mir überhaupt nicht gefallen, was ich da sehen musste. Ich bin sehr froh, dass er okay ist. Das erinnert uns daran, dass es gefährlich ist, was wir hier machen."
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Grosjean sendet Videobotschaft - und bedankt sich bei Halo
Quelle: SNTV
Max Verstappen bei "Ziggo": "Er hat Glück gehabt. Da sieht man, wie stark die Formel-1-Autos sind. Am Anfang war ich kein Fan von Halo, weil es nicht so schön aussieht. Aber heute hat es jemandem das Leben gerettet."
Formel-1-Arzt Ian Roberts bei "Sky": "Er war natürlich sehr zittrig, und sein Visier war komplett [...] geschmolzen. Ich konnte ihm seinen Helm ausziehen, um zu checken, ob alles okay ist. Er hatte Schmerzen im Fuß und in seinen Händen."
Ex-Weltmeister Damon Hill bei "Sky": "Es ist ein Wunder, dass er dort an einem Stück rausgekommen ist. Es sah aus, als wäre das Chassis durch die Wand durchgegangen. Diese Bilder schaut sich niemand an und spricht danach von zu viel Sicherheit in der Formel 1. (…) Es sieht sehr danach aus, dass Halo Romain möglicherweise das Leben gerettet hat. Vor 20, 30 Jahren wäre niemand so einfach aus dem Auto ausgestiegen. Die Vorkehrungen, die in der Formel 1 getroffen werden, sind enorm."
Ex-Fahrer Jean Alesi bei "Sky": "Man muss der FIA danken, dass sie ihn so schnell rausgeholt haben."
Alan van der Merwe, Fahrer des Medical Cars, bei "Sky": "Ich habe in zwölf Jahren nicht so viel Feuer gesehen. Romain ist alleine aus dem Auto gekommen. Das ist unglaublich. Es ist super zu sehen, dass alles funktioniert hat: die Leitplanken, der Halo, die Rettungsmaßnahmen."
Bei Instagram meldete sich Grosjean in einer Videobotschaft am Abend selbst zu Wort: "Vor ein paar Jahren war ich nicht für den Halo (Cockpitschutz in der Formel 1; d. Red.), aber ich denke, er ist das Beste, was der Formel 1 passiert ist. Ohne ihn könnte ich jetzt nicht zu euch sprechen. Also danke."
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(mit SID und motorsport-total.com)
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