Denn als Ex-Teamkollege Lewis Hamilton Ende 2020 aufgrund einer COVID-19-Erkrankung den Großen Preis von Sachir auslassen musste, brauchte Mercedes einen schnellen Ersatz für den schon als Weltmeister feststehenden Briten. Mit dem 2022 als Stammpiloten zu Mercedes gewechselten George Russell fand man den logischen Kandidaten, doch auch bei Rosberg ratterte es im Kopf.
"Ich habe es mir ja sogar überlegt", gab Rosberg im "Sonntagsfrühstück" bei "Antenne Bayern" zu. "Hamilton hatte COVID und musste ein Rennen aussetzen. Da habe ich gesagt: 'Hey, wie cool, wenn ich mich da nochmal reinsetzen würde.'"
Doch Rosberg kam schnell zu dem Entschluss, dass ein solcher Einsatz wohl nicht zielführend gewesen wäre. "Ich hätte heute null Chance", gab er zu. "Ich hätte keine Chance, überhaupt noch mehr als drei Runden zu fahren."
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Das liege vor allem an den körperlichen Voraussetzungen, die der 36-Jährige ohne Training gar nicht mehr mitbringt. "Meine Arme, die Unterarme, würden direkt dichtmachen", sagte er. "Und der Hals würde beim Bremsen zwischen die Beine fallen. Den kann ich ja gar nicht hochhalten. Ich habe da null Muskeln mehr."

Rosberg hätte "physisch" keine Chance gehabt

Zudem spiele auch Angst eine Rolle, wie er mittlerweile zugibt. Das komme aber auf die Strecke an: "Wenn ich jetzt in Monaco fahren würde, dann hätte ich bestimmt auch Angst", so Rosberg. Bahrain hätte er sich im Falle eines Hamilton-Ersatzes aber psychisch zugetraut: "Da ging es halt, da war Wüste, und da ist viel Auslaufzone, und da hätte ich keine Angst."
Trotzdem musste Rosberg einsehen, dass es physisch ohne Vorbereitung unter keinen Umständen gereicht hätte: "Ich würde da vielleicht ein, zwei, drei Runden fahren können, und dann wäre Ende. Physisch keine Chance."
George Russell hatte seine Aufgabe damals aber mit Bravour gemeistert und sich mit seiner Leistung nachhaltig für das Stammcockpit bei Mercedes empfohlen, das er in der neuen Saison auch besetzt.
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