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Carlos Sainz fordert neue Realität bei Ferrari ein - Scuderia muss mit dem Träumen aufhören
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Publiziert 19/08/2023 um 17:39 GMT+2 Uhr
Ferraris Anspruch ist, Siege einzufahren und Weltmeisterschaften zu gewinnen. Doch von beidem ist das italienische Traditionsteam in der Formel-1-Saison 2023 weit entfernt. Deshalb meint Carlos Sainz, sein Rennstall tue gut daran, sich von falschen Vorstellungen zu verabschieden. Es müsse im zweiten Saisonabschnitt darum gehen, die Leistung von Team und Fahrzeug zu "optimieren".
Carlos Sainz
Fotocredit: Getty Images
"Wir müssen maximal viele Punkte für die Konstrukteurswertung holen und aufhören, einen Sieg oder einen Podestplatz zu erwarten", so Sainz.
Stattdessen solle sich Ferrari darauf konzentrieren, "alles richtig zu machen und konstant" zu agieren. Denn realistischerweise komme man dieses Jahr ohnehin nicht für mehr in Frage.
Red Bull mit WM-Spitzenreiter Max Verstappen sei schon seit Saisonbeginn "einen großen Schritt" voraus und man habe bereits frühzeitig erkannt, wie "schwierig" es werden würde, auf dieses Niveau zu gelangen.
Außerdem sei Ferrari auch nicht die klare Nummer zwei der Formel 1, sondern im vorderen Mittelfeld mittendrin in einer Gruppe von Teams, die "großen Formschwankungen" unterworfen sei. Aston Martin, Ferrari, McLaren und Mercedes liegen "wirklich eng beisammen", meinte Sainz.
Ferrari muss die neue Realität begreifen
"Rein von der Leistung her kann ein Zehntel hin oder her einen gewaltigen Unterschied machen. An manchen Wochenenden kämpfst du um den dritten Platz, an anderen Wochenenden bist du nur Achter. Gerade für Ferrari sieht dieses Endergebnis ganz anders aus."
Ferrari und dessen Fans müssten das aber als Realität begreifen und "akzeptieren, dass wir uns aktuell in dieser Situation befinden", sagte Sainz und fügte hinzu: "Wenn an einem Wochenende Platz fünf das Maximum ist für uns, dann sollten wir feiern, das Maximum erreicht zu haben mit dem Material, das uns dieses Jahr zur Verfügung steht."
Hier widerspricht der frühere Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo entschieden.
Im Gespräch mit "Quotidiano Sportivo" sagte er, wie er es "bedauere, dass man sich für einen dritten Platz feiert". Weiter meinte di Montezemolo: "Der alte Herr [Enzo Ferrari] hätte das nicht akzeptiert. Niemals."
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Quelle: Perform
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