Knapp zwei Stunden dauert die Dokumentation, die schlicht und ergreifend den Titel "Schumacher" hat und ab 15. September bei Netflix zu sehen ist. Im überwiegenden Teil geht es um Schumis einzigartige Formel-1-Karriere, die letzten 20 Minuten sind Familienangehörigen und Freunden gewidmet, die über ihre Gefühle und ihr Leben mit Michael Schumacher sprechen.
Neben ehemaligen Weggefährten wie David Coulthard, Mika Häkkinen oder Flavio Briatore kommen auch Schumis Kinder Gina und Mick sowie Ehefrau Corinna zu Wort. Corinna hatte es jahrelang vermieden, über den tragischen Sturz ihres Mannes zu sprechen. Um so bemerkenswerter ist die Offenheit, mit der sie nun einen tiefen Einblick in ihr Leben danach gewährt.
"Ich habe nie dem lieben Gott einen Vorwurf gemacht, warum das jetzt passiert ist. Es war einfach Pech. Mehr Pech kann man im Leben nicht haben", sagt die 52-Jährige mit stockender Stimme. Michael Schumacher hatte sich am 29. Dezember 2013 bei einem Skiunfall in den französischen Alpen schwere Kopfverletzungen zugezogen, obwohl er einen Helm trug. Die Ärzte retteten ihm das Leben, doch seitdem ist Schumi auf intensive häusliche Pflege angewiesen.
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Die Netflix-Doku beinhaltet einen Satz von Michael Schumacher, der zu Corinna sagt: "Der Schnee ist nicht optimal, wir könnten ja nach Dubai fliegen." Die Alternative zum Skifahren in Frankreich wäre Fallschirmspringen in den Emiraten gewesen.

Keine Details über Schumis Gesundheitszustand

Details über seinen genauen Gesundheitszustand werden auch in der Doku nicht preisgegeben. "Es ist wichtig, dass er sein Privatleben weiter so genießen kann, so gut, wie es eben geht. Michael hat uns immer beschützt, jetzt beschützen wir Michael", so Corinna. "Wir leben zu Hause zusammen, wir therapieren, wir machen alles, damit es Michael besser geht und gut geht und dass er unseren Familienzusammenhalt auch einfach spürt."
Corinna schlidert mit sehr emotionalen Worten, dass sie Michael jeden Tag vermisst.
Er fehlt nicht nur mir. Die Kinder, die Familie, sein Vater, alle, die um ihn herum sind - jeder vermisst Michael. Aber er ist ja da, anders, aber er ist da und das gibt uns allen Kraft.
Auch wenn seit dem Skiunfall nichts mehr so ist, wie es einmal war, sieht sich Corinna als "der glücklichste Mensch", weil "ich Michael kennengelernt habe".

Corinna Schumacher: "Nie gedacht, dass Michael etwas passieren kann"

Dass ihr Mann einmal auf der Rennstrecke folgenschwer verunglücken könnte, war für Corinna ausgeschlossen. "Für mich hätte ich nie im Leben irgendwie gedacht, dass Michael überhaupt irgendwas passieren kann", sagte sie über die Risiken im Motorsport. Außer einem 1999 in Silverstone erlittenen Beinbruch blieb Michael Schumacher im Formel-1-Cockpit unversehrt.
Die Schutzengel, die Corinna erwähnt, verließen die Familie Schumacher am 29. Dezember 2013.
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