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David Coulthard mit Schnaps auf Pole Position gefahren - Ex-Pilot erzählt brisante Geschichte von Monza 1995
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Publiziert 02/01/2024 um 16:40 GMT+1 Uhr
Sonderlich verantwortungsvoll war das nicht: Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard hat in seinem Podcast "Formula For Success" verraten, dass er vor dem Qualifying zum Großen Preis von Italien 1995 Alkohol getrunken hat. Laut eigener Aussage wurde der damalige Williams-Pilot von den drei Österreichern Gerhard Berger, Niki Lauda und Formel-1-Caterer Karl-Heinz Zimmermann reingelegt.
David Coulthard während der Saison 1995
Fotocredit: Getty Images
"Ihr habt mich zur Seite genommen und mir eingeredet, dass es in Monza Tradition ist, vor dem Qualifying einen Schnaps zu trinken", erinnerte sich Coulthard und sagte in Richtung Berger, der im Podcast zu Gast war: "Ich war ein junger, leicht zu beeindruckender Fahrer und du warst ein Grand-Prix-Sieger".
"Natürlich habt ihr das arrangiert und ich wollte nicht nein sagen. Also brachten sie drei kleine Gläser, die wie Schnaps aussahen", verriet Coulthard, der davon ausgeht, dass in den anderen Gläsern Wasser war und letztendlich nur er nur den Schnaps getrunken hat.
Coulthard weiter: "Das ist etwa eine halbe Stunde vor dem Qualifying. Ich nehme den Schnaps, fahre [danach] raus und hole die Poleposition!"
Tatsächlich sicherte sich der Schotte damals, laut eigener Aussage leicht alkoholisiert, die zweite Pole seiner Karriere.
Alkohol in der Formel 1: Coulthard würden harte Strafen drohen
Berger erwidert darauf übrigens ganz trocken: "Ich habe vor der Qualifikation immer getrunken: einen Amaretto und dann einen Espresso." Aus heutiger Sicht sind solche Geschichten allerdings nicht mehr mit den aktuellen Werten der Formel 1 vereinbar.
Die Königsklasse wirbt bereits seit Jahren gegen Alkohol am Steuer, und tatsächlich hätte Coulthard (zumindest nach heutigen Standards) eine Menge Ärger gedroht, denn laut "ORF"-Experte Alexander Wurz testet die FIA die Fahrer manchmal auf Alkohol.
"Bei der FIA gibt es [so eine Grenze] natürlich, und es ist 0,0." Das werde auch "stichprobenartig" überprüft, "genau wie die Dopingtests", berichtete Wurz. Die Pole damals brachte Coulthard übrigens wenig, denn die Zielflagge sah der Schotte am Sonntag nicht.
Er drehte sich bereits in der Einführungsrunde und schied später in Führung liegend mit einem technischen Defekt aus. Auch Berger, der das Rennen ebenfalls zwischenzeitlich anführte, schied nach einem kuriosen Zwischenfall aus. Der Österreicher musste aufgeben, nachdem sich eine TV-Kamera am Ferrari von seinem Teamkollegen Jean Alesi gelöst und seine Aufhängung beschädigt hatte.
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