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Formel 1 in Australien: Safety Car von Aston Martin sorgt für Unzufriedenheit bei den F1-Piloten
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Publiziert 11/04/2022 um 19:21 GMT+2 Uhr
Aston Martin ist desolat in die neue Formel-1-Saison gestartet. Nach drei Rennen hat das Team von Sebastian Vettel noch keinen einzigen Zähler gesammelt und liegt auf dem letzten Rang in der Konstrukteurs-WM. Doch nach dem Rennen in Melbourne geriet nun sogar das Safety Car von Aston Martin in die Kritik. "Das Safety Car war so langsam wie eine Schildkröte", schimpfte Weltmeister Max Verstappen.
Charles Leclerc und Max Verstappen hinter dem Safety Car
Fotocredit: Getty Images
"Unglaublich", polterte der Niederländer. Seit der vergangenen Saison stellt neben Mercedes auch die britische Traditionsmarke ein Safety Car. Die beiden Fahrzeuge wechseln sich mit ihren Einsätzen in der Königsklasse ab. Nachdem der Mercedes AMG GT Black Series bei den Auftaktrennen in Bahrain und Saudi-Arabien im Einsatz war, feierte der Aston Martin Vantage in Melbourne sein Saison-Debüt.
Zwei Mal fuhr Bernd Mayländer, der seit 22 Jahren als Safety-Car-Pilot arbeitet, das grüne Fahrzeug im Albert Park auf die Strecke - so auch nach dem Unfall von Sebastian Vettel in der 24. Runde. Beim Restart rutschte Ferrari-Pilot Charles Leclerc in der letzten Kurve und verlor beinahe die Führung an Red-Bull-Pilot Verstappen.
Das Problem: Durch das langsame Safety Car hatten die Fahrer Schwierigkeiten, die Reifentemperaturen zu halten.
So auch Leclerc. Der Triumphator im Albert Park erklärte: "Ich hatte massive Probleme, Temperatur in meine Reifen zu bekommen." Und auch WM-Rivale Max Verstappen klagte nach dem Rennen: "Unsere Reifen waren kalt wie Stein. Es ist ziemlich furchtbar, wie wir im Moment hinter dem Safety-Car fahren."
"Mercedes-Safety-Car ist einfach schneller"
Der Ferrari-Pilot hatte bereits während des Rennens vor, die Rennkommissare darauf aufmerksam machen. "Ehrlich gesagt wollte ich mich fast schon am Funk beschweren", sagte Leclerc. "Aber dann sah ich, wie stark das Safety Car in den Kurven rutschte. Da wurde mir klar, dass es einfach nicht schneller geht, und ich wollte nicht noch mehr Druck machen", erklärte der 24 Jahre alte Monegasse.
Schon häufiger hörte man in der Vergangenheit, wie Fahrer das Safety Car über das Teamradio aufforderten, die Geschwindigkeit zu erhöhen. Doch Mayländer war mit dem Aston Martin augenscheinlich am Limit.
"Dieser Aston Martin ist wirklich langsam. Der braucht mehr Grip", sagte der 24 Jahre alte Verstappen, der resümierte: "Das Mercedes-Safety-Car ist einfach schneller."
Auch Mercedes-Pilot George Russell schimpfte. "Mit dem Mercedes-Safety-Car haben wir das Problem nicht", klagte der WM-Zweite und fand deutliche Worte: "Jetzt mal ganz im Ernst: Der AMG ist fünf Sekunden schneller als der Aston Martin. Das ist schon ziemlich signifikant." Weltmeister Verstappen forderte, den Einsatz des Aston Martin zu hinterfragen.
Leclerc konnte nach dem Rennen über die Probleme beim Restart lachen und scherzte: "Nehmen wir doch einen Ferrari, dann sind wir gleich um fünf Sekunden schneller."
Nach dem katastrophalen Saisonstart nun also der nächste Tiefschlag für Aston Martin.
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Quelle: Perform
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