Formel 1 - Sebastian Vettel glaubt an weibliche Fahrerinnen in der Königsklasse: "Ich sehe keinen Grund, warum nicht"

Sebastian Vettel hat sich davon überzeugt gezeigt, dass zukünftig auch Frauen in der Formel 1 fahren können. Im Gespräch mit der "BBC" betont der viermalige Weltmeister, dass es vor allem eine Frage der Ermutigung und der Chancen sei. "Ich sehe keinen Grund, warum nicht", antwortet er auf die Frage, ob man bald eine Frau im Starterfeld der Königsklasse des Motorsports erleben könne.

Sebastian Vettel glaubt an Frauen in der Formel 1

Fotocredit: Getty Images

Der Schlüssel liege für ihn in der Breite der Förderung: "Am Anfang geht's einfach um Zahlen - je mehr Mädchen es probieren, desto mehr schaffen es." Auch in seiner eigenen Kart-Karriere sei er gegen talentierte Mädchen gefahren - doch es seien schlicht zu wenige gewesen.
Um das zu ändern, müsse man gesellschaftliche Erzählungen hinterfragen. "Wir müssen aufhören zu erzählen, dass bestimmte Berufe nur für Männer sind", so der 37-Jährige. Besonders im Motorsport habe man die große Chance, weil Männer und Frauen direkt gegeneinander antreten können - eine Seltenheit im Spitzensport.
Längst engagiert sich Vettel persönlich für dieses Ziel und beobachtet, dass in der Motorsportwelt bereits viele daran arbeiten, Frauen den Zugang zu erleichtern und ihnen eine größere Rolle zu geben. Doch es brauche mehr: Vorbilder, Gelegenheiten und Öffentlichkeit. "Weiter die Botschaft verbreiten, weiter inspirieren", lautete sein Appell.
Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist für Vettel die Arbeit vor Ort. In Saudi-Arabien etwa organisiert er seit 2021 das Projekt Race for Women, bei dem Mädchen und junge Frauen selbst ins Kart steigen und erste Rennerfahrungen sammeln. Das Ziel: Mut machen, Selbstvertrauen stärken, Perspektiven eröffnen.

Kart-Serie für Mädchen

"Früher war es eine Seltenheit, wenn Mädchen Kart gefahren sind - heute wird es mehr zur Normalität", erklärte Vettel. Er habe viele Nachrichten von Teilnehmerinnen erhalten - teils noch Jahre später.
Die jungen Frauen fühlten sich bestärkt, über gesellschaftliche Themen zu sprechen, ihre Rolle selbstbewusster zu leben. "Es ist ein guter Fortschritt - und in einem Land wie Saudi-Arabien noch viel bedeutender."
2024 startete in Saudi-Arabien erstmals eine eigene Kart-Serie nur für Mädchen und junge Frauen - ein direktes Ergebnis der Initiative, die Vettel einst ins Leben rief. "Es sind oft die kleinen Schritte, die große Wirkung entfalten - sowohl für die einzelnen Beteiligten als auch für das Land als Ganzes", sagte der Heppenheimer mit spürbarem Stolz.
Beim nächsten Event will Vettel wieder dabei sein - diesmal nicht nur als Gastgeber, sondern auch als Gegner: Einige der jungen Fahrerinnen werden gegen ihn antreten können. Ein symbolträchtiges Rennen, das mehr ist als ein PR-Termin.
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Quelle: Perform


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