GP Eifel - Hülkenberg nach Blitz-Comeback: "Bin stolz auf mich"

Was für ein verrücktes Wochenende für Nico Hülkenberg: Am Samstagmorgen noch in einer Lounge in Köln, saß er am Nachmittag schon im Racing Point und fuhr das Qualifying auf dem Nürburgring. Und nur 24 Stunden später erreichte er vom letzten Startplatz aus einen hervorragenden achten Platz und holte WM-Punkte. Sein Fazit war entsprechend positiv: "Das kann sich sehen lassen!"

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"Wer konnte das erwarten?", strahlte Nico Hülkenberg nach seinem überraschenden achten Platz beim Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring. Am Samstag musste der Deutsche noch ohne Vorbereitung in die Qualifikation gehen und war als Letzter chancenlos, doch am Sonntag arbeitete er sich von diesem letzten Platz nach vorne und wurde dafür auch zum Fahrer des Tages gekürt.
"Es ist schon verrückt", meinte Hülkenberg, der vor etwas mehr als 24 Stunden überhaupt zum ersten Mal wieder im Auto saß. Am Samstagmorgen war er noch darauf eingestellt, für "RTL" vor dem TV-Mikrofon zu sitzen, am Sonntag reist er mit vier Punkten und einer starken Leistung aus der Eifel ab.
An die Top 10 hatte nach dem Qualifying eigentlich kaum jemand gedacht. "Es war schwierig, irgendetwas zu erwarten. Ich bin eigentlich nur gefahren, habe mich angepasst", sagte Hülkenberg. Am Start wollte sich der Racing-Point-Pilot eigentlich einfach nur aus dem Gröbsten heraushalten, fand sich aber schnell auf Platz 17 wieder.
"Es hat ein bisschen gedauert, bis ich einen guten Rhythmus gefunden habe. Es war natürlich klar, dass die Lernkurve während des Rennens extrem sein wird", schilderte er. Gegen Mitte des ersten Stints machte es dann aber plötzlich "klick" und Hülkenberg fühlte sich im Auto wohler. "Dann kam auch die Pace und ein guter Rhythmus", sagte er.

Hülkenberg: Während des Rennens "immer weiter ans Auto herantasten"

Das habe ihm dann auch erlaubt, den ersten Stint auf Soft-Reifen auszudehnen. Erst nach 29 Runden kam Hülkenberg in die Box - nur Pierre Gasly auf Mediums fuhr noch eine Runde länger. "Das war wichtig für das Resultat am Ende. Es hat einfach den Druck vom zweiten Stint weggenommen", erzählte er.
"Danach habe ich mich auf mich konzentriert und versucht, jede Runde Kurve für Kurve an meinem persönlichen Limit zu sein und mich mit dem Auto immer weiter heranzutasten. Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen", so Hülkenberg weiter, der in der zweiten Rennhälfte jedoch die physischen Anstrengungen merkte, das Rennen aber nach Hause bringen konnte.

Hülkenberg: "Brauche ein paar Tage, um das alles zu verarbeiten"

Der Lohn war Platz acht und damit vier Punkte in der Meisterschaft. Wichtiger dürfte ihm aber sein, dass er noch einmal sein Können unter Beweis stellen konnte. "Im Moment bin ich einfach stolz auf mich selber, dass ich das so gemeistert habe", sagte er. "Vom letzten auf den achten Platz - ich glaube, das kann sich sehen lassen."
Noch spekuliert der Deutsche ja auf ein Cockpit für 2021. Und er wusste, dass er mit dem Rennen wieder Werbung in eigener Sache gemacht hatte. "Jetzt brauche ich aber ein paar Tage, um das alles zu verarbeiten. Für den Moment bin ich glücklich und dankbar für die Möglichkeit, das Rennen zu fahren und so zu beenden." Sein Fazit: "Verrückt. Verrückte Story."

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