"Nein, ich glaube, es wird nicht eskalieren", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff.
"Das heute waren so viele Warnschüsse für alle Beteiligten, sodass ich denke, dass das sauber abgehen wird und sauber abgehen wird müssen. Es kann sich niemand leisten, mit einem Ergebnis dazustehen, das nicht auf der Strecke ausgefahren worden ist."
Hamilton und Verstappen kämpften in Dschidda mehrfach Rad an Rad. Am umstrittensten war ein Bremsmanöver des Niederländers in Kurve 26, in dessen Folge Hamilton auffuhr.
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Dafür erhielt Verstappen nachträglich eine Zeitstrafe von zehn Sekunden, die am Rennergebnis aber nichts änderte. Er blieb Zweiter.

Mercedes vs. Red Bull: "Als würde sich Brasilien wiederholen"

Noch bevor die Strafe ausgesprochen wurde, sagte Wolff, angesprochen auf Verstappens Fahrweise: "Ich bin voreingenommen und stehe immer noch unter dem Einfluss der Emotionen, deshalb ist es so schwierig, das wirklich zu beurteilen. Ich denke, wenn es zu einer Kollision kommt, müssen wir uns immer die Daten ansehen."
"Ich habe die Daten nicht gesehen, ich weiß nicht, ob bei der Verzögerung eine Bremse im Spiel war oder ob er nur wegen des DRS-Vorteils dort langsamer wurde. Aber bei einigen der anderen Zwischenfälle in Kurve 1 und 2 war es ein bisschen so, als würde sich Brasilien wiederholen. Das wird im Moment untersucht, und ich bin sicher, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden."
In Bezug auf das Bremsmanöver, mit dem Verstappen Hamilton laut eigener Aussage auf Anweisung der Rennleitung vorbeilassen wollte, urteilten die Kommissare schließlich, dass es "unberechenbar" und daher Hauptursache der Kollision gewesen sei. Schon während des Rennens hatte er eine Fünf-Sekunden-Strafe kassiert.

Wolff hofft, dass sich in Abu Dhabi alle "anpassen werden"

Hamilton sagte nach dem Rennen, er habe das Gefühl, dass Verstappen mit seinen aggressiven Manövern diesmal "über das Limit" gegangen sei, während Verstappen die Entscheidungen der Rennkommissare kritisierte: "Ich versuche nur, ein Rennen zu fahren, und in diesem Sport geht es heutzutage mehr um Strafen als um Rennen."
Wolff hingegen urteilte: "Es war sehr hart. Sehr hart. In gewisser Weise kann ich verstehen, dass er um seine erste Weltmeisterschaft kämpft. Und es gab so viel Verwirrung im Rennen, so viele Momente, die ich als über dem Limit gewertet hätte. Aber ich will mir das Rennen noch einmal in aller Ruhe anschauen und neu bewerten."
Trotzdem hofft er, dass das Rennen in Dschidda "genug Auswirkungen hat, dass alle daraus lernen und sich für das letzte Rennen in Abu Dhabi anpassen werden". Denn der Teamchef denkt, "dass eine ähnliche Fahrweise, wenn die Stewards sie als überzogen bewerten, wahrscheinlich auch in Abu Dhabi bestraft werden würde, und das könnte in einer unangenehmen Situation für alle enden".
"Ich glaube nicht, dass die Meisterschaft ein Ergebnis verdient hat, das durch eine Kollision beeinflusst wurde. In diesem Fall vertraue ich sehr auf das selbstregulierende System", betonte Wolff. "Das schnellere Auto mit dem schnelleren Fahrer sollte die WM gewinnen, und nicht, indem wir uns gegenseitig ausschalten."
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