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GP Saudi-Arabien - Helmut Marko wittert nach Verstappen-Hamilton-Duell Ungleichbehandlung: "Akzeptieren wir nicht"
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Publiziert 05/12/2021 um 23:31 GMT+1 Uhr
Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko rechnet nach dem völlig skurrilen bis hin zu skandalträchtigen Großen Preis von Saudi-Arabien mit einem Nachspiel. Zudem schob er Mercedes-Pilot Lewis Hamilton die Schuld für die heftig diskutierte Kollision zwischen dem Briten und Max Verstappen in Kurve 27 in die Schuhe. Der Braketesting-Vorwurf von Hamilton sei "Blödsinn", sagte Marko bei "Servus TV".
Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko
Fotocredit: Getty Images
"Wir suchen Fakten. Wir können glaube ich beweisen, dass Max gleichbleibend im Bremsdruck war. Also das Braketesting ist Blödsinn, Hamilton hat sich scheinbar verschätzt", meinte Helmut Marko.
Zuvor hatte Verstappen eine Attacke Hamiltons abgewehrt, indem er in Kurve 1 die Strecke verließ. Verstappen selbst gab an, er habe Hamilton vorbeilassen wollen. Der Mercedes-Pilot wusste nach eigener Aussage davon aber nichts. Schlussendlich fuhr Hamilton Verstappen ins Heck, weil der Niederländer stark verlangsamte. Die Schuldfrage müssen die Stewards klären.
Marko jedoch nahm seinen Fahrer in Schutz und griff stattdessen die Rennkommissare und auch die Rennleitung an, er unterstellte offen eine Ungleichbehandlung. Denn dass Hamilton keine Strafe dafür bekommen hat, als er später Verstappen scheinbar von der Strecke drückte, Verstappen seinerseits aber für den erzielten Vorteil mit fünf Sekunden belegt wurde, konnte der 78-Jährige nicht nachvollziehen.
"Es scheinen die Maßstäbe hier etwas anders gehandhabt zu werden. Aber wir prüfen das jetzt alles und gehen dann mit den entsprechenden Argumenten zu den Stewards", kündigte Marko an. Das Team wolle sich gegen die seiner Meinung nach herrschende Ungerechtigkeit wehren.
Marko sieht unterschiedliches Strafmaß: "Wir akzeptieren das nicht"
"Wenn der Max hart gegen Hamilton fährt, dann ist es eine Strafe, wenn Hamilton ihn von der Strecke boxt, dann ist das scheinbar ein Kavaliersdelikt. Aber so kann das nicht weitergehen", sagte Marko: "Das einfach nur hinnehmen, dass da, ich will nicht sagen willkürlich, aber zumindest unterschiedlich entschieden ist, das akzeptieren wir mal nicht." Und weiter: "Vielleicht wird dieses Ergebnis noch revidiert."
Dabei sind ihm noch andere Dinge aufgefallen, etwa der große Abstand, den Hamilton vor dem ersten Restart auf Verstappen gelassen hatte. "Die Regel sagt, du darfst nicht mit mehr als zehn Autolängen hinten sein. Hamilton hat das gemacht und hat dadurch seine Reifen mehr für den Restart präpariert", sagte Marko.
Marko über Deal mit der FIA: "Völlig neue Situation"
Hamilton gewann den Start, schon da kürzte Verstappen allerdings ab und blieb vorne. Durch einen Unfall im hinteren Teil des Feldes wurde das Rennen jedoch sofort wieder unterbrochen, und dann wurde es skurril. Wie soll nun mit der Situation mit Verstappen umgegangen werden? Es kam zu einem für den Zuschauer transparent veröffentlichten Angebot.
Rennleiter Michael Masi bot Red Bull an, freiwillig von Platz drei zu starten, hinter Esteban Ocon und Hamilton. Red Bull willigte ein. "Es war eine völlig neue Situation. Ich habe gedacht, Regeln sind irgendwo fix. Und dann macht man da im Rennen Angebote", schüttelte Marko den Kopf.
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Quelle: SID
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