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Regel-Revolution 2022: Die Formel 1 will den Hype mitnehmen und noch mehr Spannung in der nächsten Saison
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Publiziert 14/12/2021 um 11:46 GMT+1 Uhr
Das Jahr 2021 war ein Glücksfall für die Formel 1 - trotz des unwürdigen Nachspiels im Weltmeisterschaftskampf zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen. Eine derart spannende Saison gab es lange nicht mehr. Die Motorsport-Fans kamen auf ihre Kosten und wurden trotz der Corona-Pandemie Woche für Woche begeistert. In der kommenden Saison 2022 soll es mindestens so positiv weitergehen.
Regel-Revolution 2022: Die Formel 1 will den Hype mitnehmen
Fotocredit: Getty Images
Die Einnahmen sprudeln trotz Corona-Pandemie, die Saison 2021 elektrisierte die Motorsportwelt - und im kommenden Jahr soll alles noch besser werden: Die Formel 1, ewig hinterfragt in Zeiten der Klimakrise, steht so gut da wie lange nicht mehr. Manchmal ist eben doch weniger mehr.
"Der Kostendeckel ist das Beste, was uns passieren konnte. Er schafft Planbarkeit und wird den Wert der Teams enorm steigern", sagt Teamchef Toto Wolff vom Branchenprimus Mercedes: "Eine neue Ära startet, das wird aufregend."
Die Zeit des Geldverbrennens ist vorbei, seit der sogenannte Budget Cap 2020 eingeführt wurde. Erst gegen den Widerstand der Großen, die es gewohnt waren, den Erfolg notfalls durch immer größeren finanziellen Einsatz zu kaufen - oder es zumindest zu versuchen, siehe Ferrari.
2022 sinkt der Kostendeckel für alle auf 140 Millionen Dollar, im Jahr darauf auf 135. Dadurch ist der Rennbetrieb in der Formel 1 für manche Teams mittlerweile kein Verlustgeschäft mehr, was die Teams noch interessanter für Investoren macht, Vergleiche mit Franchises aus der boomenden Football-Liga NFL werden längst gezogen. Tatsächlich hat Formel-1-Eigner Liberty Media eine Art Super League des Motorsports geschaffen.
Saison 2021 glänzt in nahezu allen Bereichen
Besonders die Zahl junger Fans wächst beständig. Nach der Ablösung von Bernie Ecclestone an der Spitze wurde verstärkt auf digitale Kanäle und Gaming gesetzt. Die Netflix-Doku "Drive To Survive" hat den Sport einem Publikum nahegebracht, das zuvor wenig mit der Formel 1 anfangen konnte. Vom spannenden WM-Duell Max Verstappen gegen Lewis Hamilton ganz zu schweigen - auch wenn die Protest-Arie von Mercedes einen faden Beigeschmack hinterlässt.
Während andere Sportarten und -ligen immer noch mit den Corona-Auswirkungen und gegen den wirtschaftlichen Exitus kämpfen, wird damit gerechnet, dass die Formel 1 nach dem Krisenjahr 2020 ein Einnahmehoch von rund zwei Milliarden Dollar erzielt.
22 Rennen wurden gefahren, so viele wie nie. Die allermeisten vor Publikum, weswegen die Königsklasse wieder satte Antrittsgagen im jeweils zweistelligen Millionenbereich aufrufen konnte. Besonders gut zahlten die international umstrittenen Neulinge Katar und Saudi-Arabien.
Abseits der ungeliebten Menschenrechtsfragen will die Formel-1-Spitze die Attraktivität weiter erhöhen. Der Schlüssel liegt im neuen technischen Reglement, das 2022 greift. Die Aerodynamik wird grundlegend verändert. Der sogenannte Ground-Effekt spielt fortan wieder eine größere Rolle, um das Hinterherfahren und auch Überholen zu erleichtern. Dazu "wachsen" die Reifen von 13 auf 18 Zoll, auch dies soll die Fahrbarkeit verbessern.
Karten neu gemischt im Jahr 2022?
Alle Teams sollen theoretisch die Chance haben, am Reißbrett einen Coup zu landen. Wie das Brawn-Team, das nach der Regelnovelle 2009 dank des Doppel-Diffusors so überlegen war, dass die Titelvergabe bei Saisonhalbzeit praktisch feststand. Wiederholt sich Geschichte? "Ich habe gehört, dass zwei, drei kleinere Teams gute Lösungen für das neue Konzept gefunden haben", sagte Sky-Experte Ralf Schumacher dem SID.
Red Bull entwickelte von den Spitzenteams das 2021er-Auto am längsten weiter, während viele Konkurrenten früh auf das kommende Jahr setzten. Nun geht ein wenig die Angst um, dass sich dies rächen könnte. "Wenn Ferrari alle im ersten Rennen 2022 schlägt, dann haben wir wahrscheinlich falsch gehandelt", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner in Abu Dhabi.
2026 dann soll ein weiteres Kapitel folgen, der Volkswagen-Konzern vor einem Einstieg als Lieferant eines neuen, weniger komplexen Motors stehen. Die Serie hat sich zudem der Nachhaltigkeit verschrieben, will bis 2030 klimaneutral sein und zudem einen komplett synthetischen Kraftstoff auch für den Straßenverkehr entwickeln.
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(SID)
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Quelle: SID
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