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Formel 1 - Helmut Marko blickt auf Finale in Abu Dhabi zurück: "Wenn Tsunoda gecrasht wäre, wäre etwas los gewesen"
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Publiziert 22/12/2021 um 18:27 GMT+1 Uhr
Red Bulls Helmut Marko will sich gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn ein AlphaTauri die Safety-Car-Phase beim Formel-1-Finale in Abu Dhabi ausgelöst hätte. "Da wäre ein bissl was los gewesen, wenn der Yuki Tsunoda einen Crash verursacht hätte", sagte der 78-Jährige im Interview mit "Motorsport-Total.com". Dennoch zeigte Marko Verständnis für den Ärger von Mercedes.
Yuki Tsunoda (AlphaTauri/l.) und Max Verstappen (Red Bull)
Fotocredit: Imago
Red Bull wusste, dass Max Verstappen ein kleines Wunder für den WM-Titel brauchen würde, als sich das Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi dem Ende zuneigte. Denn seinen Konkurrenten Lewis Hamilton würde er unter normalen Umständen nicht mehr einholen. "Intern war uns klar, dass wir ein Safety-Car brauchen", sagte Motorsportkonsulent Helmut Marko rückblickend.
Es gab in der jüngeren Formel-1-Vergangenheit schon Fälle, in denen bei sowas aktiv nachgeholfen wurde - Crashgate von Nelson Piquet jun. in Singapur lässt grüßen. Von daher wäre der ein oder andere sicherlich nicht überrascht gewesen, wenn kurz vor Schluss ein AlphaTauri am Streckenrand gestanden hätte.
In Runde 53 bekam Red Bull seinen Wunsch dann tatsächlich erfüllt, aber "nicht von einem AlphaTauri-Piloten", wie Marko im Interview mit "Motorsport-Total.com" betonte, "sondern von einem Mercedes-Teammitglied".
Denn ausgerechnet Nicholas Latifi von Mercedes-Kundenteam Williams verunfallte und löste so die entscheidende Safety-Car-Phase aus.
Red Bull zitterte um Neustart
Marko weiß: "Da wäre ein bissl was los gewesen, wenn der Yuki Tsunoda einen Crash verursacht hätte."
"Und dann war uns schon klar, das ist unsere Ostern, - Weihnachten - Jahrhundertchance", so der Österreicher, dessen gesamtes Interview in voller Länge auf dem YouTube-Kanal von "Formel1.de" zu sehen ist. Ihm war klar: "Das wird jetzt sitzen. Wir haben sofort reagiert und auf die weichen Reifen gewechselt."
Max Verstappen war mit seinen frischen Reifen in der besten Ausgangslage hinter Lewis Hamilton, der alte harte Reifen aufgeschnallt hatte. Würde es einen normalen Neustart geben, standen die Chancen gut, dass Verstappen seinen Konkurrenten noch überholen würde. Doch dafür musste Red Bull zittern.
Marko verteidigt Masi
Denn es war nicht klar, ob das Rennen überhaupt noch einmal freigegeben werden würde. Zudem befanden sich noch fünf überrundete Fahrzeuge zwischen den WM-Aspiranten, die sich nach erster Meldung nicht zurückrunden durften. Das wäre wiederrum schlecht für die Titelchancen von Red Bull gewesen.
Masi wollte die Autos nicht vorbeischicken, weil noch Arbeiter auf der Strecke waren und das Auto von Latifi bargen. Doch als das Auto weg war, wollte Red Bull die Autos zwischen Hamilton und Verstappen unbedingt aus dem Weg geschafft haben.
"Das ist dann passiert und ich finde Masi hat dann richtig reagiert, indem er das Rennen freigegeben hat - im Sinne des Sportes", sagte Marko. "Dass wir die Profiteure waren und Mercedes die Verlierer, das ist ein Fakt."
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Max Verstappen im Red Bull (r.) geht in der letzten Runde an Lewis Hamilton vorbei
Fotocredit: Getty Images
Marko hat Verständnis für Mercedes
Natürlich gab es über das Vorgehen der Rennleitung geteilte Meinungen. "Nein, Michael, das ist nicht richtig", verzweifelte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff im Funk Richtung Rennleiter Michael Masi, doch Marko verteidigt die Entscheidung.
"Die Autos wurden nicht vorbei gewunken, weil noch Streckenposten auf der Strecke waren. Nachdem die wieder in ihrer sicheren Position waren, war kein Grund mehr, die nicht vorbei zu winken", sagte Marko, der aber die Aufregung der Konkurrenz nachvollziehen kann.
"Dass Mercedes verärgert ist, enttäuscht, das ist mehr als verständlich", so der Österreicher. "Und auch der Prozess, in der ersten Reaktion, ist auch verständlich. Aber nachdem beide Proteste abgewiesen worden sind, sollte man das, glaube ich, überdenken."
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Quelle: Perform
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