Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat kein Mitleid mit Lewis Hamilton und glaubt nicht an Rücktritt

Formel-1-Weltmeister Max Verstappen (Red Bull) hat bei der Gala des Weltverbandes FIA in Paris zugegeben, dass er kein Mitgleid mit seinem Konkurrenten Lewis Hamilton (Mercedes) hat. "Ich verstehe, dass es schmerzhaft für ihn ist. So ist eben der Rennsport, es kann bis zur letzten Runde immer alles passieren. Lewis hat auch schon Titel auf diese Weise gewonnen, dar kann er mich sicher verstehen."

Max Verstappen bei der FIA-Gala 2021 mit dem WM-Pokal

Fotocredit: Eurosport

Seinen Titel sah der 24-Jährigen trotz Mercedes-Protesten nicht in Gefahr. "Wir hatten eine richtig gute Zeit, weil wir wussten, dass wir es auf der Strecke gewonnen haben. Niemand kann uns das wegnehmen", erklärte Verstappen. Er habe seinen ersten Sieg in der Königsklasse gefeiert statt sich mit den juristischen Schritten der Silbepfeile auseinander zu setzen.
Sein Red-Bull-Teamchef Christian Horner zeigte auch im Rahmen der Gala des Motorsport-Weltverbandes FIA kein Verständnis für die Aufregung bei Mercedes.
"Safety Cars sind normal in der Formel 1, und es geht dann immer darum, sie so schnell wie möglich wieder von der Strecke zu nehmen. Das ist ganz ausdrücklich der Auftrag an die Rennleitung", sagte Horner. Das plötzliche Ende der Safety-Car-Phase vor der letzten Runde war einer der Streitpunkte gewesen.
Hamilton und auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff verzichteten auf die eigentlich obligatorische Teilnahme an der FIA-Gala in Paris. Hamilton äußerte sich bis Donnerstagabend gar nicht zur Sache, auch seine Social-Media-Aktivitäten ruhen seit dem Rennwochenende.
Verstappen glaubt aber nicht, dass Hamilton nun gar über ein vorzeitiges Karriere-Ende nachdenken könnte.
"Er sollte einfach darauf schauen, was er schon erreicht hat", sagte der Niederländer: "Er kann noch immer den achten WM-Titel holen, schon im nächsten Jahr. Es gibt keinen Grund aufzugeben."
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Verstappen äußert sich nach WM-Triumph: "Alles, was nun kommt, ist ein Bonus"

Quelle: Perform

Die Partynacht in Abu Dhabi genoss der Red-Bull-Pilot in vollen Zügen. "Ich hatte einen Drink am Sonntag", sagte Verstappen und ergänzte grinsend: "Einen zu viel."
Am Montag-Nachmittag sei er dann mit "fiesen Kopfschmerzen" aufgewacht. Nach all der Feierei und einer kräftezehrenden Saison freute sich der Weltmeister auf den Urlaub, denn er brauche "jetzt wirklich eine Pause".
Aufgrund einer entscheidenden Safety-Car-Phase überholte Verstappen den siebenmaligen Weltmeister auf der letzten Runde. Mercedes kritisierte sowohl das Verhalten des Red-Bull-Fahrers als auch die Anweisungen von Rennleiter Michael Masi. Mercedes sah jedoch von der Berufung eines Protests beim Großen Preis von Abu Dhabi ab, sodass Verstappen am Donnerstag offiziell als Weltmeister feststand.
Hamilton und Mercedes-Motorsportchef erschienen nicht zur Gala in Frankreich. An ihrer Stelle nahm der Technische Direktor James Allison die Trophäe für den Konstreukteurstitel entgegen.
(mit SID)
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