Abu Dhabi GP: Mercedes-Protest von FIA abgewiesen - Max Verstappen bleibt Formel-1-Weltmeister

Eine beispiellose Formel-1-Saison bekommt einen beispiellosen Schlussakt - nach einer Ehrenrunde am Grünen Tisch heißt der neue Weltmeister aber noch immer Max Verstappen. Die beiden Proteste von Lewis Hamiltons Mercedes-Team nach dem dramatischen Saisonfinale in Abu Dhabi wurden am Sonntagabend von den Rennkommissaren abgewiesen. Red-Bull-Pilot Verstappen bleibt damit Sieger des Rennens.

Max Verstappen mit dem WM-Pokal 2021

Fotocredit: Getty Images

Max Verstappen entthront damit Lewis Hamilton und verhindert zudem, dass dieser mit dem achten Titel zum alleinigen Rekordweltmeister vor Michael Schumacher aufsteigt.
Mercedes hatte versucht, das Rennergebnis in Abu Dhabi wegen zweier mutmaßlicher Verstöße gegen das Sportliche Reglement des Automobil-Weltverbandes FIA anzufechten.
Am Sonntag ging es in beiden Protesten um die entscheidende Safety-Car-Phase in den letzten Runden. Die erste Beschwerde: Kein Fahrer darf ein anderes Auto überholen, solange das Safety Car das Feld anführt. Vor dem Restart hatte Verstappen allerdings beschleunigt und sich zeitweilig neben den vorausfahrenden Hamilton gesetzt.
Dieser Protest wurde zuerst abgewiesen. "Obwohl Verstappen sich für einen sehr kurzen Zeitraum leicht vor Hamilton bewegte, als beide beschleunigten und bremsten, bewegte er sich wieder nach hinten und nicht nach vorne, als die Safety-Car-Phase endete", begründeten die Stewards ihr Urteil.

Stewards: Renndirektor darf auch den Einsatz und Abzug des Safety Cars kontrollieren

Zudem protestierte Mercedes dagegen, dass vor dem Ende der Safety-Car-Phase fünf überrundete Rennwagen zwischen Hamilton und Verstappen das Safety Car überholen durften, sodass der Weg für Verstappens dann erfolgreichen Angriff frei war. Die überrundeten Boliden hinter dem Niederländer durften dagegen nicht mehr überholen. Zudem ging das Safety Car gleich nach den "Entrundungen" von der Strecke, anstatt dem Reglement folgend eine weitere Runde zu drehen.
Hierzu stellten die Stewards fest, dass Renndirektor Michael Masi laut Reglement befugt ist, das Safety Car zu kontrollieren, dazu gehören dessen Einsatz und Abzug. Eine nachträgliche Verkürzung der Renndauer, wie von Mercedes angeregt, sei zudem ein nicht angemessener Eingriff.
Ganz geschlagen geben will sich das Mercedes-Team um Rekordweltmeister Lewis Hamilton aber offenbar noch nicht: Der Rennstall kündigte sogleich an, gegen die Abweisung ihrer Proteste durch die Sportrichter vorgehen zu wollen. Bereits in Abu Dhabi hatte Mercedes einen Anwalt dabei.
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(SID)
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Quelle: SID

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