Eurosport
GP von Abu Dhabi: Sebastian Vettel bei Abschied bärenstark - Max Verstappen startet vor Sergio Pérez
Von
Publiziert 19/11/2022 um 16:04 GMT+1 Uhr
Max Verstappen startet beim letzten Rennen des Jahres von der Pole Position. Der Niederländer verwies im Qualifying von Abu Dhabi Teamkollege Sergio Pérez und Charles Leclerc (Ferrari) auf die Ränge zwei und drei. Sebastian Vettel fuhr in seinem unterlegenen Aston Martin ein herausragendes Qualifying und geht von Rang neun in das letzte Formel-1-Rennen seiner beeindruckenden Karriere.
Sebastian Vettel
Fotocredit: Getty Images
Sebastian Vettel hat sich bei seiner Abschiedsvorstellung noch einmal in die Top Ten der Startaufstellung gezaubert. Der viermalige Formel-1-Weltmeister sicherte sich im Qualifying zu seinem letzten Grand Prix den neunten Platz und stellte damit seinen Saisonbestwert ein.
"Es hat viel Spaß gemacht. Für uns ist das dieses Jahr ein Highlight", freute sich der Aston-Martin-Pilot, der aber auch einräumte: "Es fühlt sich jetzt schon ein bisschen anders an, aber ich konnte es auch sehr genießen."
Weltmeister Max Verstappen holte sich souverän die Pole Position. Der Red-Bull-Pilot verwies im Qualifying von Abu Dhabi seinen Teamkollegen Sergio Perez und Charles Leclerc im Ferrari auf die Plätze.
Im Kampf um die Vizeweltmeisterschaft hinter Verstappen hat Perez damit die Nase leicht vorn gegenüber Leclerc: Beide gehen punktgleich ins letzte Saisonrennen am Sonntag (14:00 Uhr im Liveticker), der Monegasse Leclerc ist wegen der mehr erzielten Siege derzeit aber hauchdünn WM-Zweiter.
"Ich bin glücklich, dass beide Autos in der ersten Startreihe stehen", sagte Verstappen: "Wir wollen das Rennen gewinnen. Wir wollen aber auch, das Checo Vizeweltmeister wird." Vor einer Woche in Sao Paulo hatte Verstappen noch für Schlagzeilen gesorgt, weil er Perez keine Schützenhilfe leisten wollte. Red Bull verwies im Nachgang auf Fehler in der Kommunikation, öffentlich aufgearbeitet wurden die Gründe für die Spannungen aber nicht.
Verstappen will Rekordsieg ausbauen
Verstappen, der zum 20. Mal in der Formel 1 auf Pole steht, hat noch eigene Ziele: Am Sonntag kann der Dominator seinen Rekord noch auf 15 Saisonsiege ausbauen.
Mick Schumacher, der sein Cockpit bei Haas nach zwei Jahren räumen muss, bezwang in seinem vorläufig letzten Formel-1-Qualifying seinen Teamkollegen Kevin Magnussen. Der Däne, der 2023 an der Seite von Rückkehrer Nico Hülkenberg für den US-Rennstall fahren wird, erreichte nur Platz 16. Schumacher startet von Position 13. Seine beste Option für das kommende Jahr ist wohl ein Engagement als Ersatzfahrer.
Rekordweltmeister Lewis Hamilton (England/Mercedes) erreichte Rang fünf und droht damit erstmals in 16 Formel-1-Jahren eine Saison ohne Sieg zu beenden. Um das Sportliche geht es für den 35-jährigen Vettel am Ort seines ersten Titelgewinns im Jahr 2010 nur noch am Rande. Er wisse, dass das letzte Rennen vom Abschneiden her "wahrscheinlich nicht das Highlight meiner Karriere sein wird", sagte er.
Vettel vor 299. und letztem Rennen
Dafür ist reichlich Raum vorhanden für Emotionen. So überraschte Vater Norbert Vettel seinen berühmten Sohn am Freitag in der Teamgarage mit dem ersten Rennhelm, den ersten Rennhandschuhen und dem ersten Overall. Mick Schumacher und Fernando Alonso tragen in Abu Dhabi Helme im typischen Vettel-Design: weiß mit schwarz-rot-gold.
Vettel wiederum war am Donnerstag mit allen Fahrerkollegen zum Abendessen verabredet, für Samstagabend lud er das gesamte Fahrerlager ein, mit ihm eine letzte Runde auf der Strecke zu laufen und ein XXL-Gruppenfoto aufzunehmen. Sein Ex-Team Ferrari schenkt ihm eine Motorabdeckung, im Paddock prangte unzählige Male der Schriftzug "Danke Seb".
Vettel bestreitet am Sonntag seinen 299. Grand Prix. 53 Rennen gewann er, erstmals 2008 in Monza im unterlegenen Toro Rosso, zuletzt 2019 in Singapur für Ferrari. 57-mal stand der Hesse auf der Pole Position. Von 2010 bis 2013 gewann er die Fahrer-WM. 2009, 2017 und 2018 wurde er Vizeweltmeister.
Startaufstellung zum Rennen in Abu Dhabi
1. Max Verstappen (Niederlande) Red Bull2. Sergio Perez (Mexiko) Red Bull3. Charles Leclerc (Monaco) Ferrari4. Carlos Sainz jr. (Spanien) Ferrari5. Lewis Hamilton (Großbritannien) Mercedes6. George Russell (Großbritannien) Mercedes7. Lando Norris (Großbritannien) McLaren-Mercedes8. Esteban Ocon (Frankreich) Alpine-Renault9. Sebastian Vettel (Heppenheim) Aston Martin-Mercedes10. Fernando Alonso (Spanien) Alpine-Renault11. Yuki Tsunoda (Japan) AlphaTauri-Red Bull12. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) Haas-Ferrari13. Daniel Ricciardo (Australien) McLaren-Mercedes14. Lance Stroll (Kanada) Aston Martin-Mercedes15. Zhou Guanyu (China) Alfa Romeo16. Kevin Magnussen (Dänemark) Haas-Ferrari17. Pierre Gasly (Frankreich) AlphaTauri-Red Bull18. Valtteri Bottas (Finnland) Alfa Romeo19. Alexander Albon (Thailand) Williams-Mercedes20. Nicholas Latifi (Kanada) Williams-Mercedes
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Mit allen Fahrern: Hamilton organisiert Abschiedsessen für Vettel
(SID)
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung