GP von Abu Dhabi - Vater von Sebastian Vettel stellt Aston Martin bloß: "Ein strategisches Desaster"

Sebastian Vettels Vater Norbert hat nach dem letzten Rennen seines Sohnes in Abu Dhabi mit der Taktikabteilung von Aston Martin abgerechnet. "Ein strategisches Desaster. Sie haben einfach zwölf Millionen verloren", sagte er bei "Sky". Der viermalige Weltmeister war bei seinem Abschied wegen der ungünstigen Ein-Stopp-Strategie nach hinten durchgereicht worden, rettete sich aber noch auf Rang zehn.

Norbert Vettel (l.) und Sebastian Vettel

Fotocredit: Getty Images

Schon während des Grand Prix' klagte Vettel über das Teamradio: "Wir werden von allen gefressen. Wer überholt uns als nächstes? Wir sind leichte Beute. Wie konnten wir mit der Strategie so danebenliegen?" Nach seinem Boxenstopp fiel der 35-Jährige auf Rang 19 zurück, kämpfte sich aber immerhin noch in die Punkteränge.
Nach der Zieldurchfahrt trat der 35-Jährige daher mit gemischten Gefühlen an die Mikrofone: "Ich wünschte, es wären ein paar mehr Punkte geworden. Aber: Ich habe das Rennen genossen." Dennoch ärgerte sich der Heppenheimer darüber, dass Aston Martin durch den strategischen Fehler das Ziel in der Teamwertung verpasste und die Saison nur auf Rang sieben beendete.
"Wir hätten die Konstrukteurswertung noch zu unseren Gunsten drehen können", sagte Vettel bei "Sky". Doch dem britischen Rennstall fehlte am Ende ein magerer Zähler, um Alfa Romeo von Platz sechs zu verdrängen.
Einen Punkt, den das Team durchaus hätte einfahren können, wenn sich Aston Martin in der Schlussphase beim Dreikampf zwischen Vettel, Teamkollege Lance Stroll und Daniel Ricciardo besser verhalten hätte, so Norbert Vettel.

Norbert Vettel unkt: "Kriege ich auch noch hin"

Denn: Vettel konnte in der Schlussphase zwar noch zum neuntplatzieren McLaren-Piloten aufschließen, den Australier aber nicht mehr attackieren.
"Seb war zu langsam auf den alten Reifen. Stroll kam von hinten mit frischeren Reifen. Man hätte Stroll kurz warten lassen müssen, bis Seb Ricciardo überholt hat. Dann kann Stroll beide überholen. Dann hätte man einen Punkt mehr gehabt", erklärte Norbert Vettel und unkte: "Manchmal denkt man schon, das kriege ich auf einem Tablet auch noch hin."
Dadurch verschenkte Aston Martin eine Menge Geld, das es als Prämie für die bessere Platzierung in der Konstrukteurswertung geregnet hätte.
Vettel dürfte den verlorerenen Zähler bei seinem Abschied verschmerzen können. Zum Trost wurde der Heppenheimer von den Fans mit überwältigender Mehrheit zum "Driver of the Day" gekürt: Eine Anerkennung seiner Leistung auf dem Yas Marina Circuit, aber vor allem auch seiner beeindruckenden Laufbahn in der Formel 1.
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Quelle: SID

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