Im WM-Duell zwischen Red Bull und Mercedes fliegen weiterhin regelmäßig kleine verbale Giftpfeile vom einen ins andere Lager. Da war der Große Preis von Aserbaidschan in Baku keine Ausnahme. So sprach Mercedes-Teamchef Toto Wolff im "Sky"-Interview in Zusammenhang mit dem Crash von Max Verstappen von "Karma", das (zuerst) Max Verstappen (und dann auch Lewis Hamilton) getroffen habe.
Eine Äußerung, die seinerseits wahrscheinlich gar nicht als Verbalangriff gedacht war, aber von einigen Fans als solcher interpretiert wurde und daher auch im #LetzteNacht-Livestream zum vergangenen Rennwochenende in Baku auf dem YouTube-Kanal von "Formel1.de" als Userfrage thematisiert wurde.
Zu dem Zeitpunkt, als Wolff bei "Sky" vor der Kamera stand, stand Verstappen gerade am sogenannten "Bullring" und diktierte den Journalisten seine Sicht der Dinge. Und auch er nahm Bezug auf die Konkurrenz: "Ich höre die ganze Zeit vom anderen Team, dass wir mehr Fehler machen", sagte er, ohne den Namen Mercedes überhaupt in den Mund zu nehmen. "Dabei ist das eindeutig nicht der Fall."
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"Schon klar: Niemand ist perfekt. Jeder macht mal Fehler. Aber bis jetzt finde ich, dass wir im WM-Kampf weniger Fehler gemacht haben", stichelte Verstappen in Richtung Mercedes. "Ich vertraue meinem Team. Jedes Mal, wenn ich in die Box fahre, weiß ich zu 99,9 Prozent, dass der Boxenstopp großartig wird. Das ist ein sehr schönes Gefühl."
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Baku GP: Max Verstappen pusht Red Bull weiter

Eine Bemerkung, die bei Mercedes nach dem verpatzten Boxenstopp von Valtteri Bottas in Monaco und dem etwas langsamen von Lewis Hamilton in Baku (weil er beim Rausfahren gerade Pierre Gaslys AlphaTauri vorbeikam) womöglich in offenen Wunden bohrt. Ebenfalls ein wunder Punkt: dass Hamilton in Baku zum zweiten Mal nach Imola einen "Anfängerfehler" gemacht hat.
"Ich sage jetzt sicher nicht, dass er Fehler macht, weil er unter Druck ist", sagte Verstappen. "Jeder gibt sein Bestes. Ich auch. Dieses Jahr hat er halt nicht nur seinen Teamkollegen als Gegner, sondern er muss mit einem anderen Team um die WM kämpfen. Das bringt immer eine neue Dimension ins Spiel - und ich finde, das ist toll für den Sport!"
"Wir müssen einfach weiter pushen und neue Teile bringen", forderte Verstappen. Beim Set-up, das ist ihm klar, werde man auch mal in den falschen Topf greifen. Daraus dann zu lernen, das sei aber das Entscheidende. "Wenn wir uns den Gegebenheiten ständig anpassen und daraus lernen, dann bin ich mir sicher, dass wir eine gute Saison haben werden", sagte der 23-Jährige.
Und es sind genau diese Details, auf die es letztendlich ankommen wird. Nach sechs von 23 geplanten Rennen führt Verstappen in der Fahrerwertung vier Punkte vor Hamilton. Hätte er Baku planmäßig gewonnen, wären es schon 14 Punkte Vorsprung. Wäre Hamilton sein Fehler in der vorletzten Runde nicht passiert, könnte aber auch der 21 Punkte Vorsprung haben.
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(Motorsport-Total.com)

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